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Ausland

US-Bezirk ruft Notstand wegen Masern­ausbruchs aus

Mittwoch, 27. März 2019

/dpa

New York – Angesichts eines Masernausbruchs hat ein Landkreis im US-Bundesstaat New York den Notstand ausgerufen und radikale Maßnahmen ergriffen. Der rund 40 Kilometer nördlich der Millionenmetropole New York gelegene Bezirk Rock­land County verfügte gestern, dass nicht gegen die Krankheit geimpfte Minderjährige sich in den kommenden 30 Tagen nicht an öffentlichen Orten aufhalten dürfen.

Definiert wird dies als Bereich, an dem „mehr als zehn Personen“ zusammenkommen könnten. Dazu gehört auch der öffentliche Nahverkehr. „Wir müssen alles in unser Macht Stehende tun, um diesen Ausbruch zu beenden“, sagte Landrat Ed Day. Außerdem müss­ten Menschen geschützt werden, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Masern geimpft werden könnten – und Kinder, die zu jung für eine Impfung seien.

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In mehreren US-Regionen ist es zuletzt zu Masernausbrüchen gekommen. Die Behörden machen dafür den Widerstand von Impfgegnern verantwortlich. Im Landkreis Rockland County mit seinen rund 300.000 Bewohnern wurden 153 Fälle von Masern registriert. Eigentlich war die Krankheit dort im Jahr 2000 für ausgerottet erklärt worden.

Trotz großer Impfkampagnen sind nach Angaben von Landrat Day immer noch 27 Prozent der Menschen im Alter zwischen einem Jahr und 18 Jahren nicht geimpft. Besonders hoch ist der Anteil nicht geimpfter Menschen in Gegenden, in denen viele orthodoxe Juden leben. Viele orthodoxe Juden lehnen Impfungen aus religiösen Gründen ab. © afp/aerzteblatt.de

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HeinrichAlberts
am Mittwoch, 27. März 2019, 17:09

kleine Korrektur

Sehr geehrte Damen und Herren,
orthodoxe Juden lehnen Impfungen nicht ab.
LNS

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