NewsPolitikKrankenkassen müssen mit zusätzlichen Milliardenausgaben rechnen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Krankenkassen müssen mit zusätzlichen Milliardenausgaben rechnen

Mittwoch, 27. März 2019

/dpa

Berlin – Die Krankenkassen müssen in den kommenden Jahren durch die Gesetze von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zusätzliche Milliardenausgaben schultern. Im kommenden Jahr kämen auf sie zusätzliche finanzielle Belastungen von bis zu fünf Milliar­den Euro zu, wie aus einer Antwort des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht, über die das Handelsblatt berichtet. Größte Kosten­treiber sind demnach das Pflegepersonalstärkungsgesetz und das kürzlich verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG).

Anzeige

Das Ministerium verweist in dem Schreiben auf die gute finanzielle Lage der Krankenkassen, die der brummenden Konjunktur und der starken Entwicklung am Arbeitsmarkt in den ver­gangenen Jahren zu verdanken sei. Die Überschüsse und Reserven der Kassen würden es ermöglichen, „die Qualität der Versorgung zu steigern und gleichzeitig die Mitglieder bei den Beiträgen zu entlasten“.

„Die Große Koalition und Minister Jens Spahn verschleiern systematisch die Kosten ihrer Gesetzgebung“, kritisierte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. Selbst unter Annahme der „zum Teil intransparenten Angaben der Bundesregie­rung“ würden die Mehrausgaben und Mindereinnahmen für die Krankenkassen allein im Jahr 2020 knapp fünf Milliarden Euro betragen, was etwa 0,3 bis 0,4 Beitragssatzpunkten entspreche. Dazu kämen die ohnehin anfallenden jährlichen Ausgabensteigerungen in der GKV von jährlich etwa drei bis vier Prozent. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. April 2019
München – Die Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zur Öffnung bisher regionaler Krankenkassen für Versicherte in ganz Deutschland sind bei der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer auf Kritik
Ärztekammerpräsident in Bayern kritisiert Spahn wegen Krankenkassenreform
24. April 2019
Berlin – Die Mitglieder des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes wehren sich mit deutlichen Worten gegen Pläne zur Strukturreform ihres Gremiums. In einer einstimmig beschlossenen Erklärung des
GKV-Verwaltungsrat wegen Spahn-Gesetz auf den Barrikaden
23. April 2019
München – Einen „knallharten Preiswettbewerb“ erwartet die Vorstandschefin der AOK Bayern, Irmgard Stippler, angesichts der Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zur Öffnung regionaler
Weiter Streit um Zukunft der Allgemeinen Ortskrankenkassen
23. April 2019
Düsseldorf – Die Pro-Kopf-Ausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sind seit der Wiedervereinigung deutlich stärker gestiegen als die Einkommen der Beitragszahler. Das geht aus einer noch
Ausgaben der Krankenkassen überproportional gestiegen
18. April 2019
Berlin – Die CSU hat ihren Widerstand gegen Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zur Öffnung bisher regionaler Krankenkassen für Versicherte in ganz Deutschland verschärft. Der
CSU verschärft Widerstand gegen Spahns Pläne für Krankenkassenreform
16. April 2019
Berlin – Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) warnen weiter vor den aus ihrer Sicht schwerwiegenden Folgen des von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) vorgelegten „Faire-Kassenwahl-Gesetz“.
AOK sieht Spahn auf „ordnungspolitischem Holzweg“
15. April 2019
Berlin – Der GKV-Spitzenverband übt scharfe Kritik an Plänen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) für einen Verzicht auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im wichtigsten
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER