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Wie Unternehmen die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf fördern können

Mittwoch, 27. März 2019

/imtmphoto, stock.adobe.com

Berlin – Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland müssen parallel zu ihrem Beruf Angehörige pflegen. Das stellt auch Unternehmen vor Herausforderungen: Viele wissen nicht, wie sie ihre pflegenden Mitarbeiter unterstützen können. Die Deutsche Gesetzli­chen Unfallversicherung hat daher zusammen mit Krankenkassenverbänden im Rahmen der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) ein Acht-Schritte-Programm vorgestellt.

Ziel ist es, Führungskräfte dabei zu unterstützen, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf im Betrieb zu verbessern und so qualifiziertes Personal auch in schwierigen Lebenslagen zu halten. „Der Versuch, den Anforderungen beider Lebensbereiche gerecht zu werden, kann sich als Doppelbelastung negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten auswirken. Knapp die Hälfte schränkt ihre Erwerbstätigkeit ein oder gibt sie gar vollständig auf“, berichtet die iga.

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Für ein systematisches Herangehen an die Thematik ist es laut iga erforderlich, dass die Geschäftsführung die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zunächst strategisch diskutiert und eine entsprechende Entscheidung fällt – unabhängig von gerade dringlichen Einzel­fällen. Diese Entscheidung sollte anschließend im Unternehmen klar kommuniziert werden.

Das Unternehmen sollte klar benennen, welche private Pflegeverpflichtungen es konkret unterstützen will, zum Beispiel, ob es dabei nur um nahe Angehörige gehen soll. Die Entscheidung sollte dann auf die konkrete Personalführung im Unternehmen herunterge­brochen und ein Maßnahmenprogramm entwickelt werden. Dies sollte kommuniziert und Personalverantwortliche entsprechend geschult werden.

Erst dann sollte es um die Bearbeitung konkreter Bedarfe der Arbeitnehmer gehen. „Füh­rungskräfte sollten binnen fünf Arbeitstagen den Betroffenen ein Gesprächsangebot unterbreiten“, empfehlen die iga-Autoren. Aus der konkreten Arbeit heraus sollte das Unternehmen dann Angebote weiterentwickeln – oder auch korrigieren – und ihr besonderes Engagement in dieser Sache auch in der Außendarstellung des Unterneh­mens nutzen.

© hil/aerzteblatt.de

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