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Politik

Sachsens Gesundheits­ministerin wirbt um Ärzte

Donnerstag, 28. März 2019

/dpa

Dresden – Sachsens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) will Medizinstudierende auch mit einer Mindestaufwandsentschädigung für ihr Praktisches Jahr in den ländlichen Raum locken. Es gebe bereits viele erfolgreiche Anstrengungen, um Hausärzte für die Regionen zu gewinnen, sagte sie gestern bei einer Veranstaltung in Dresden. „Wir brau­chen aber weitere, wirksame Maßnahmen.“

Nach Ministeriumsangaben sind landesweit aktuell 255 Hausarztstellen unbesetzt und 27 Prozent der Hausärzte über 60 Jahre alt. Unterversorgung droht in 24 von 47 Regionen.

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Niedergelassene Ärzte hatten sich Ende der Woche mit einem Offenen Brief an Minister­präsident Michael Kretschmer (CDU) gewandt, in „tiefer Sorge um die medizinische Behandlung der sächsischen Patienten, schrieb die IG Med. Sie kritisierten vor allem die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, die die Versorgung der Patienten nicht mehr sicherstellen könne und neu strukturiert werden müsse.

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen wehrte sich ebenfalls mit einem Offenen Brief gegen die Vorwürfe. Sie kritisierte dabei, dass keiner der Unterzeichner des Dokuments aus Sachsen komme und warf der IG Med Eigeninteressen vor. „Reden hilft“, sagte Minis­terin Klepsch. Probleme würden offen diskutiert mit dem Ziel, gemeinsam um die best­möglichen Lösungen zu ringen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #672734
isnydoc
am Donnerstag, 28. März 2019, 23:41

Sachsen-Monopoly?

Eingangs des offenen Briefes der KV-Sachsen entnimmt man gelinde erstaunt, dass man die Adresse der IG-med mit "Königsallee" in Düsseldorf sehr kritisch beäugt.
Vielleicht sollte dieser Verein, der noch zur Gewerkschaft mutieren will, lieber nach einem Domizil in der "Redlichstrasse" in Düsseldorf Ausschau halten?
Avatar #88767
fjmvw
am Donnerstag, 28. März 2019, 19:58

Wieso müsst ihr "locken"? Ist das Angebot denn so mies?

"Locken" assoziiert doch geradezu "Falle". Wenn es jedoch eine Falle ist, in die ihr die Studenten locken wollt, dann sagt das was?
1. Ihr seid unredlich.
2. Euer Angebot ist ein völlig unzureichendes.

Wie die Studenten über jemanden denken, der sie reinlegen will - und "in die Falle locken" ist für mich gleichbedeutend mit reinlegen, weiß ich nicht. Für mich hätte sich derjenige vollkommen diskreditiert. Mit dem würde ich niemals Geschäfte machen und meine Einschätzung würde ich laut kundtun, damit nicht andere darauf reinfallen.

"Nepper, Schlepper, Bauernfänger" müsste man ergänzen um "Gesundheitspolitiker".
LNS

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