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Ausland

Europarat veröffentlicht neue Leitlinien für den Umgang mit Gesundheitsdaten

Donnerstag, 28. März 2019

/terovesalainen, stockadobecom

Berlin – Der Europarat hat heute in Straßburg neue Leitlinien für den Umgang mit Gesundheitsdaten in den 47 Mitgliedsstaaten veröffentlicht. Ziel sei es, dafür zu sorgen, dass bei der Datenverarbeitung die Menschenrechte, insbesondere das Recht auf Daten­schutz und das Recht auf den Schutz der Privatsphäre sichergestellt würden, heißt es in einer Mitteilung. Man wolle angesichts der fortschreitenden Digitalisierung im Gesund­heitswesen Gesundheitspersonal und Gesundheitsbehörden Leitlinien zum Umgang mit den dort anfallenden sensiblen Daten an die Hand geben.

Die Empfehlung des Europarates enthält eine Reihe von Grundsätzen, die zum Schutz von Gesundheitsdaten zu beachten sind. Neben der Forderung, jeweils angemessene Sicher­heitssysteme auf höchstem technischen Niveau zum Schutz von Gesundheitsdaten zu implementieren, stellt der Rat klar, dass die Verarbeitung von Gesundheitsdaten nur dann statthaft ist, wenn sie dem Individuum nützt oder – unter Wahrung der Persönlichkeits­rechte – die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessern kann.

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Zu den Prinzipien der Datenverarbeitung gehöre zudem Transparenz über den Sinn und Zweck sowie die weitere Verwendung oder Speicherung der Gesundheitsdaten. Das Individuum muss nach den Empfehlungen des Europarates der Verarbeitung seiner Daten in jedem Fall zustimmen. Persönliche Daten müssten vor unautorisiertem Zugriff, vor Verlust, aber auch vor Modifikation oder Veröffentlichung geschützt werden.

Zudem legt der Europarat fest, dass das Individuum jederzeit Zugriff auf seine Daten haben soll und deren Löschung verlangen kann. Die Regelungen befassen sich im Ein­zelnen mit dem Schutz der Daten ungeborener Kinder, dem Umgang mit genetischen Informationen, dem Datenaustausch zwischen Gesundheitseinrichtungen und -organi­sationen, der Speicherung von Gesundheitsdaten sowie dem Umgang mit mobilen Daten. © HK/aerzteblatt.de

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