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Ausland

Zahl der Cholera-Fälle in Mosambik steigt rasant

Freitag, 29. März 2019

/dpa

Beira – Nach dem verheerenden Zyklon „Idai“ steigt die Zahl der Erkrankungen an Cholera in Mosambik schnell an. Inzwischen seien 139 Fälle der schweren Durchfaller­krankung bestätigt, sagte ein leitender Mitarbeiter des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums gestern dem staatlichen Sender Radio Moçambique.

Vorgestern hatte die Regierung noch von fünf Fällen gesprochen. Infolge der Krankheit seien bereits fünf Menschen ums Leben gekommen, sagte der Beamte Ussene Issa weiter. Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat angekündigt, 900.000 Cholera-Impfungen in das Katastrophengebiet zu senden.

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Präsident Filipe Nyusi erklärte bei einem Besuch in der stark vom Sturm verwüsteten Stadt Beira, dass die Einsätze zur Rettung von Menschen aus den überschwemmten Gebieten nun beendet würden. Jetzt sei es die Priorität der Helfer, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen und den Weg für den Wiederaufbau zu bereiten.

Am 15. März hatte der Zyklon weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüs­tet und mit starkem Regen vor allem in Mosambik weite Landstriche unter Wasser ge­setzt. Rund 700 Menschen sind nach Regierungsangaben ums Leben gekommen – die tatsächliche Zahl dürfte Helfern zufolge jedoch deutlich höher liegen.

Rund drei Millio­nen Menschen in den drei Ländern sind nach UN-Schätzungen betroffen. Allein in Mosambik wurden 91.000 Häuser teils zerstört. Bis zu 500.000 Menschen sollen Schätzungen zufolge obdachlos geworden sein. © dpa/aerzteblatt.de

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