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Schlafenszeit schon vor der Zeitumstellung anpassen

Freitag, 29. März 2019

/dpa

Klingenmünster – Anlässlich der Zeitumstellung am kommenden Sonntag rät der Schlaf­forscher Hans-Günter Weeß vorab zu einer schrittweisen Anpassung der Schlafenszeit. „Die Umstellung von heute auf morgen fällt dann nicht so hart aus. Damit bekommt der Körper und die eigene innere Uhr etwas mehr Zeit, sich umzugewöhnen“, sagte der Somnologe. Für Menschen mit Schlafstörungen sei das eine Methode, besser mit der Umstellung umgehen zu können.

Weeß begrüßt das geplante Ende der Zeitumstellung 2021, das die Europäische Union anstrebt. Für Kinder, Ältere und Menschen mit Schlafstörungen sei die „gestohlene“ Stunde eine große Herausforderung. Der Schlafmangel nach der Umstellung sei sogar messbar und führe laut einigen Studien am folgenden Montag sogar zu mehr Unfällen im Straßen­verkehr, so Weeß.

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Eine Schlafstörung liegt den Aussagen des Experten zufolge dann vor, wenn „nicht nur in der Nacht ein Problem in Form von Einschlaf- und Durchschlafstörungen auftritt“, son­dern auch am Tag Einschränkungen im Verhalten, Leistungsniveau, aber auch beim kör­perlichen und psychischen Befinden zu bemerken sind. Es handele sich um eine leichte Störung, wenn dies über vier Wochen häufiger als dreimal pro Woche der Fall sei und sollte behandelt werden.

Seit 1996 werden in der Europäischen Union im März und Oktober die Uhren umgestellt. In Deutschland gibt es die Sommerzeit schon seit 1980. Ursprünglich sollte dank einer besseren Ausnutzung des Tageslichts Energie gespart werden. Das EU-Parlament plädiert für eine Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021: Auf diese Position einigten sich die Abgeordneten diese Woche in Straßburg. Für die tatsächliche Abschaffung müsste allerdings noch ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten erzielt werden. © kna/dpa/aerzteblatt.de

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