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Politik

DAK-Gesundheit will finanzielle Entlastung Pflegebedürftiger

Freitag, 29. März 2019

/dpa

HamburgDer Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit hat eine Resolution zur solidarischen Neuausrichtung der Pflegeversicherung verabschiedet. Darin fordert die Krankenkasse, Pflegebedürftige und deren Familien durch eine Begrenzung des Eigenanteils finanziell zu entlasten. Der dadurch entstehende Mehraufwand für die Pflegeversicherung soll der Bund laut Resolution durch einen Zuschuss aus Steuermitteln finanzieren.

„Pflegebedürftige sind derzeit einem doppelten Kostenrisiko ausgesetzt. Sie kennen die Höhe ihrer künftigen Eigenanteile nicht und es ist unklar, wie lange sie diese zahlen müssen“, kritisiert Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, die aktuelle Ausrichtung der Pflegeversicherung. Der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch, der den Anteil der Versicherten nach Wunsch der DAK deckeln soll, würde den Betroffenen dagegen mehr finanzielle Sicherheit geben.

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Die Neuausrichtung der Pflegeversicherung sei jedoch auf finanzielle Unterstützung des Bundes angewiesen. „Wir fordern einen steuerfinanzierten Bundeszuschuss von zehn Prozent der Leistungsausgaben bis 2025, unterstrich Dieter Schröder, Vorsitzender des DAK-Verwaltungsrats. Aufgrund der demografischen Entwicklung müsse der Steuerzu­schuss bis 2045 auf bis zu 25 Prozent der Ausgaben erhöht werden.

Die soziale Pflegeversicherung wurde 1994 unter anderem mit dem Ziel eingeführt, die Abhängigkeit Pflegebedürftiger von Sozialhilfe zu verringern – maximal 20 Prozent der Pflegeheimbewohner sollten darauf zugreifen müssen. Mittlerweile ist laut DAK fast jeder dritte Pflegeheimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Samstag, 30. März 2019, 13:05

DAK-Gesundheit will finanzielle Entlastung Pflegebedürftiger

Erstaunlich, dass sich mittlerweile auch die Pflegekassen (Krankenkassen) sich des Themas der Begrenzung der Eigenanteile widmen. Bekannt ist das Problem schon seit Beginn der Einführung im Jahr 1994. Nicht umsonst wurden die Erstattungen im stationären Bereich erst mit einer Verzögerung von einem Viertel Jahr gewährt.

Wichtig ist, dass endlich eine kostenstellen und kostenträgernachvollziehbare Zuordnung vorgenommen wird (siehe Behandlungspflege SGB V vs. SGB XI; auch Unterkunft und Verpflegung zuzüglich der Investitionsfolgekosten, wie Abschreibungen, Zinsen, ggf. Instandhaltungen - Problem, länderunterschiedliche Handhabung). Der "Zoff" ist vorprogrammiert, sollte es der Politik überlassen bleiben, diese Ermittlungen vorzunehmen. Hier helfen nur die spezifischen Kenntnisse ausgewiesener Fachleute.
LNS

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