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Ärzteschaft

Das sollten Praxis-Abgeber bei der TI-Anbindung beachten

Freitag, 29. März 2019

/navintar, stockadobecom

Berlin – Ab dem 1. Juli 2019 ist das Versichertenstammdatenmanagement für alle nieder­ge­lassenen Ärzte und Psychotherapeuten Pflicht – selbst, wenn diese kurz vor dem Ruhe­stand stehen. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jetzt hingewiesen.

Wer das Versichertenstammdatenmanagement nicht ordnungsgemäß durchführt, muss ab Juli 2019 mit Sanktionen rechnen. Ärzten bleibt nicht mehr viel Zeit, um eine fristge­rechte Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) zu sichern. Sie müssen diese bis zum 31. März bestellt und dies ihrer Kassenärztlichen Vereinigung mitgeteilt haben.

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Trotzdem müssten Praxis-Abgeber der KBV zufolge keine finanziellen Nachteile befürch­ten: Die Kosten für die Anbindung an die TI werden unab­hängig davon erstattet, wie lang eine Praxis noch in Betrieb ist.

Das eigentliche Problem für Praxis-Abgeber sind jedoch die langen Laufzeiten der Be­triebs- und Wartungsverträge der technischen Komponenten sowie der Verträge für den Praxisausweis (SMC-B) und den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA).

Vor diesem Hintergrund rät die KBV Ärzten und Psychotherapeuten, die bereits wissen, dass sie ihre Praxis in Kürze abgeben oder schließen werden, Vertragslaufzeiten vorab zu prüfen und bei Bedarf mit dem Anbieter kürzere Laufzeiten zu vereinbaren. Zudem sollten die Verträge in jedem Fall einen Passus zum Sonderkündigungsrecht bei Praxisaufgabe beinhalten.

Ärzte in Praxisgemeinschaften oder mit anderen Kooperationsformen können zudem prü­fen, ob die TI-Geräte von den in der Praxis verbleibenden Ärzten beziehungsweise vom Nachfolger weiter genutzt werden können.

Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KV) informiert über die Regularien bei der Vergabe der Betriebsstättennummer (BSNR), der jeweilige IT-Dienstleister gibt Auskunft zur Anpassung oder Umschreibung laufender Verträge. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #550935
Arco
am Sonntag, 31. März 2019, 18:25

Klapsmühle KBV

Diese ganze Telematik ist ein absurder Unsinn. Jeder zweite Patient ist alt. Er hat von "online" keine Ahnung, versteht oft nicht einmal das drei Mal gesprochene Wort. Und da wollen Spahn, die KBV und die Nutznießer, die Kassen, eine elektronische Patientenakte?
Ich bin 53 jähriger Augenarzt. Ich habe schon etliche schwachsinnige Reformen mitgemacht. Die letzte Zumutung heißt DSGVO und die weist mir strafbewehrte Verantwortung für die Patientendaten zu. Und gerade die setze ich ins Risiko, wenn ich meine Praxis online an die TI anbinde.
Nein, Herr Spahn, Herr Kriedel von der KBV und Ihr EDV-Profiteure, diese Nummer macht Ihr ohne mich. Oder Ihr könnt die Bevölkerung selbst versorgen.
Avatar #88767
fjmvw
am Samstag, 30. März 2019, 07:53

Das finanzielle Trojanische Pferd der Telematik - gut erkannt

Zitat:
Das eigentliche Problem für Praxis-Abgeber sind jedoch die langen Laufzeiten der Be­triebs- und Wartungsverträge der technischen Komponenten sowie der Verträge für den Praxisausweis (SMC-B) und den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA).

Für Abgeber besonders misslich, wenn man in drei Quartalen abgibt aber Verträge mit fünf Jahren Laufzeit unterschrieben hat.
Aber es ist auch eine Frechheit, wenn die Kosten für diese Verträge oberhalb der Erstattungskosten liegen.

Solange niemand garantiert und auch haftet, dass ALLE Kosten für die TI, und das auch noch zeitlich unbegrenzt, übernommen werden, sollte man erst recht die Finger von der TI lassen.
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