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Medizin

Glioblastome bestehen bei Diagnose teilweise schon bis zu sieben Jahre

Montag, 1. April 2019

/Sebastian Kaulitzki, stockadobecom

Heidelberg – Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben drei verschiedene Erbgutveränderungen identifiziert, die die frühe Entwicklung bösarti­ger Glioblastome antreiben. Die Tumore entwickeln sich bis zu sieben Jahre, bevor sie sich durch Symptome bemerkbar machen und diagnostiziert werden, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Cancer Cell (2019; doi: 10.1016/j.ccell.2019.02.007). 

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumoren bei Erwachsenen. Da sie diffus in das gesunde Hirngewebe einwachsen, gelingt es den Chirurgen nur selten, den Tumor komplett zu entfernen. Daher kehren Glioblastome trotz der an die Operation anschlie­ßenden Strahlen- und Chemotherapie sehr häufig schnell zurück und gelten dann nach heutigem Kenntnisstand als unheilbar. 

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„Es gab die Theorie, dass möglicherweise bestimmte Mutationen die Glioblastomzellen dazu befähigen, die Standard-Radiochemotherapie zu überleben und dann zu resistenten Subklonen des Tumors auszuwachsen. Unsere Frage war daher: Übt die Therapie einen bestimmten Selektionsdruck auf die Tumorzellen aus?“, erklärte Peter Lichter vom DKFZ.

Zusammen mit dem Systembiologen Thomas Höfer untersuchte er Glioblastom-Gewebe­proben von 50 Patienten, bei denen sie Material vom Primärtumor und vom Rezidiv direkt miteinander vergleichen konnten. Basierend auf einer Analyse des Tumorerbguts konnten die Forscher ein mathematisches Modell der Tumorentwicklung konstruieren. Dazu nutz­ten sie Mutationsraten sowie Schätzungen der Tumorzellzahl. „Wir haben sozusagen die Evolutionswege der Glioblastomzellen und den Einfluss ihrer Genmutationen während des Tumorwachstums am Rechner nachgestellt“, beschreibt Höfer das Vorgehen.

Es zeigte sich: Zum Zeitpunkt der Diagnose hat sich ein Glioblastom bereits über sehr lange Zeit entwickelt, teilweise bis zu sieben Jahre. Dies sei zunächst wegen des extrem schnellen Wachstums von Glioblastomen kaum vorstellbar. „Doch wir können das dadurch erklären, dass zu Anfang immer wieder viele Krebszellen absterben, erst ab einem bestimmten Moment geht das rasante Größenwachstum los“, erläuterte die Erstautorin der Arbeit, Verena Körber.

Diesem entscheidenden Moment sind die Forscher nach eigenen Angaben auf die Spur gekommen: Während ihrer frühen Entwicklung weisen alle untersuchten Glioblastome mindestens 1 von 3 charakteristischen Erbgutveränderungen auf: Zugewinn des Chromo­som 7, Verlust auf Chromosom 9p oder 10.

Doch rasantes Größenwachstum nehmen die Glioblastome offensichtlich erst dann auf, wenn zusätzlich eine Mutation den Genschalter für das Telomerase-Gen dauerhaft akti­viert. Das Enzym Telomerase sorgt dafür, dass die Krebszellen sich nun unendlich teilen können und nicht nach einer gewissen Zahl von Zellteilungen an ihr natürliches Limit kommen und absterben.

Während ihres exponenziellen Wachstums sammeln sich in den Krebszellen dann zahl­reiche weitere Mutationen an. Doch im Gegensatz zu den Parallelen während der frühen Entwicklung der Glioblastome teilen die wiedergekehrten Tumoren keine charakteristisch überein­stimmenden Mutationen. Sie können aus Krebszellen mit einer Vielzahl verschie­dener Mutationsmuster hervorgehen.

„Das deutet darauf hin, dass die derzeitige Standardtherapie keinen spürbaren Selekti­onsdruck auf die Krebszellen ausübt, also auch nicht die Entstehung resistenter Subklone fördert. Das zeigt, dass wir grundsätzlich neuartige Behandlungsformen brauchen, um Glioblastome wirksam behandeln zu können“, so Lichters Fazit. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #40765
Schmerzforschung
am Freitag, 5. April 2019, 22:08

Glioblastome wachsen mehr als sieben Jahre

Das Glioblastome schnell wachsen und ins Hirngewebe einwachsen ist zu erklären. Dreißig Jahre beobachtete ich Tumore. Die Ursachen sind, meist in der Kindheit und Jugend zu suchen. Die meisten Betroffenen geben auf Fragen eine Eiterung an. Sie erinnern sich meist an eine Mittelohrvereiterung, Stirnhöhlenvereiterung oder der Gleichen. Bei der Behandlung mit Antibiotika verklumpt Eiter. Anscheinend bei guter Gesundheit, über viele Jahre „braut“ sich der Krebs zusammen. Durch einen Sturz oder andere kleine oder große Unfälle kann das Immunsystem nicht mehr reparieren und der Krebs bricht aus. War die Vereiterung am rechten Ohr, dann wächst das Glioblastom rechts und dann bald auch links (Schmetterling). Erfolgt die Eiterung links, können Tumore über zwanzig Jahre den ganzen Körper „besiedeln“. Bricht der Krebs mit Symptomen aus, gibt der Körper fünf Jahre Signale. Jedes Jahr kommt ein neues Problem dazu.
Der Bauch wird auch als „zweites Gehirn“ bezeichnet. Die Stirn hat große Beziehungen zum Bauch. In den Händen liegt nochmal der ganze Körper. In jeder Handinnenfläche liegt das Gehirn. Der Mensch hat nur ein Gehirn aber zwei Gehirnhälften.
Gern gebe ich mein Wissen weiter.
Mit freundlichen Grüßen
B.Goldbach

LNS

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