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Politik

Aufruf zu größerem Bewusstsein für Autismus

Montag, 1. April 2019

/Bits and Splits, stockadobecom

München – Zum morgigen Welt-Autismus-Tag hat Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) darauf aufmerksam gemacht, dass Menschen mit Autismus eine auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmte Unterstützung brauchen. Dies gelte nicht nur im Arbeitsleben, sondern auch im Wohnumfeld und allen anderen Lebensbereichen der Betroffenen.

„Wir wollen die Lebensbedingungen für Menschen mit Autismusspektrumstörung (ASS) in Bayern weiter verbessern", kündigte die Ministerin an. Dazu gehöre auch mehr gesell­schaftliches Bewusstsein für die Belange von Menschen mit ASS. Der Freistaat fördere seit Mai 2018 das Projekt „Entwicklung einer Autismus-Strategie-Bayern" der Hochschule München. Davon erhoffe man sich Antworten, wie die Betroffenen noch passgenauer unterstützt werden könnten.

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In einem breit angelegten Beteiligungsprozess werden Empfehlungen erarbeitet, die dazu beitragen sollen, die Lebenssituation von Menschen mit ASS und ihrer Angehörigen zu verbessern. Eingebunden seien Betroffene, Vertreter der Selbsthilfe, Kostenträger, Vertre­ter von Beratungsstellen und Einrichtungen, die täglich mit Menschen mit Autismus zu­sammentreffen.

Menschen mit ASS stehen in Bayern bereits jetzt vielfältige Hilfeangebote zur Verfügung, wie es heißt. So fördere das Sozialministerium seit vielen Jahren mit den Bezirken die acht bayerischen Autismus-Kompetenzzentren. Sie böten Menschen mit ASS sowie deren Angehörigen und Bezugspersonen ein niederschwelliges Informations-, Beratungs- und Betreuungsangebot. © kna/aerzteblatt.de

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midsom
am Donnerstag, 18. April 2019, 09:20

Mehr Aufmerksamkeit für Autismus

Es ist begrüßenswert, daß Frau Schreyer zum Weiltautismustag am 2.04.19 um mehr ,Aufmerksamkeit für Autismus'wirbt. Erwähnt werden sollte jedoch auch, gerade in einem Ärzteblatt, welche Versorgunsdefizite es im Beriech der gesundheitlichen Chancengleichheit für Menschen mit Autismus immer noch gibt. Die Auswirkungen sind desaströs. Dr Schilbach hat mehrmals auf die erhöhte Suizidrate unter Erwachsenen hingewiesen. Die Ärzte werden hier alleine gelassen. Auffällig: Wo werden die Ärzte in diesen ,Entwurf' einer Autismus Strategie angesprochen, gefragt oder gar eingebunden? Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium, wie international Standard, aufgerufen zu handeln, gemäß WHO? Von einem best practice sind wir noch weit entfernt. Da muß ich leider der Ministerin für Soziales widersprechen. Die Ärzte müssen von Anfang an in eine Strategie eingebunden werden. Sonst ist sie nicht viel Wert.
LNS

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