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Ärzteschaft

Ärztekammer Hessen für mehr Gesundheits­unterricht an Schulen

Montag, 1. April 2019

/Christian Schwier, adobe.stock.com

Frankfurt am Main – Die hessische Landesregierung sollte an Grund- sowie weiterführen­den Schulen Programme für mehr Gesundheitskompetenz bei den Schülern einführen. Dafür hat sich die Delegiertenversammlung der hessischen Landesärzte­kam­mer ausge­sprochen.

„Immer wieder belegen Untersuchungen, dass in der deutschen Bevölkerung unzurei­chende Kenntnisse über Themen wie Gesundheitsprävention, gesunde Ernährung oder auch Risikoverhalten vorliegen“, heißt es in der Erklärung der Delegiertenversammlung.

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Bekannt sei zudem, dass ein niedriges Bildungsniveau und mangelnde Gesundheitskom­petenz zusammenhängen würden. Diesen Kreislauf gelte es zugunsten „einer echten Pri­märprävention“ zu durchbrechen. Dafür sei eine frühzeitige sowie verpflichtende Behand­lung dieser Themen an allen hessischen Schulen entscheidend, erläuterten die hessischen Kammerdelegierten.

„Wir dürfen nicht in unseren Bemühungen nachlassen, Gesundheitsprävention von Kin­desbeinen an jedem zugänglich zu machen“, appellierte der Präsident der Landesärzte­kammer Hessen, Edgar Pinkowski.

Laut einer im Februar 2018 erschienenen Studie hat jeder Zweite in Deutschland eine einge­schränkte Gesundheitskompetenz, was sich unter anderem darin äußert, dass der Betreffende gesundheitsrelevante Informationen nur schwer versteht. Wissenschaftler der Universität Bielefeld bezifferten die Mehrausgaben, die dadurch entstehen, vor rund einem Jahr auf bis zu 15 Milliarden Euro im Jahr.

Bereits im Mai 2017 hat sich der Deutsche Ärztetag in Freiburg für ein eigenes Schulfach Gesundheit ausgesprochen. „Kinder und Jugendliche sollen körperliche und seelische Prozesse besser verstehen und Kenntnisse sowie die Motivation zu einer gesundheits­förderlichen Lebensführung erlernen“, hieß es in einer Entschließung des Ärzteparla­ments.

Dazu sollten gesundheitsrelevante Themen in die Ausbildung von Lehrern und Erziehern sowie in die schulischen Lehrpläne aufgenommen werden. Denkbar seien projekt­bezoge­ner Unterricht, eigene Unterrichtseinheiten sowie ein eigenes Schulfach „Gesundheit“. Der Ärztetag forderte die Kultusministerkonferenz dazu auf, die ent­sprechenden Rahmen­bedingungen zu schaffen. © hil/aerzteblatt.de

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