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Politik

Brandenburg und Berlin wollen zeitgleiche Krankenhausplanung

Dienstag, 2. April 2019

/dpa

Potsdam – Berlin und Brandenburg wollen im kommenden Jahr zeitgleich ihre jeweiligen Kranken­hauspläne auf Grundlage gemeinsamer Versorgungsziele und Planungs­grund­sätze beschließen. Beide Landeskabinette befassten sich laut Brandenburgs Gesundheits­ministerin Susanna Karawanskij (Linke) heute mit einem abgestimmten Grundlagenpapier zur gemeinsamen Krankenhausplanung Berlin-Brandenburg. Ziel sei es, die Versorgung der Patienten in der Region „flächendeckend, versorgungsnah und in guter Qualität“ sicherzustellen, sagte Karawanskij (Linke) heute nach der Kabinetts­sitzung.

Vorgesehen ist, die Planungen in Berlin und Brandenburg, die bislang in unterschied­lichen Intervallen liefen, aufeinander abzustimmen und ab 2021 zeitgleich zu beschlie­ßen. Karawanskij betonte den Willen der Landesregierung, alle Krankenhausstandorte in Brandenburg zu erhalten. „Aber wir müssen ihre Zukunftsfähigkeit und die Qualität der Behandlung sichern.“

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Das 20-seitige Grundlagenpapier enthält Maßgaben und Zielsetzungen, mit denen sich die Beteiligten der Krankenhausplanung in den beiden Ländern in ihrem jeweiligen Plan­aufstellungsverfahren befassen. Jede Qualitätsnorm in den jeweiligen Krankenhausplä­nen solle in den nun beginnenden Arbeitsgruppen daraufhin überprüft werden, ob sie in beiden Ländern sinnvoll ist oder jeweils weiterentwickelt werden müssten, hieß es. Beide Länder wollen zudem ihre jeweiligen Krankenhausgesetze an.

Zu den verbindlichen Vereinbarungen zählt ein abgestimmtes Angebot an hochspezia­lisierten Leistungen in der Gesundheitsregion. So sollen für die gesamte Gesundheitsre­gion Organtransplantationen (Herz, Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere) von der Charité und vom Deutschen Herzzentrum Berlin übernommen werden.

Die herzchirurgische Versorgung soll im Deutschen Herzzentrum Berlin, der Charité, dem Brandenburgischen Herzzentrum Bernau und dem Sana-Herzzentrum Cottbus stattfinden. Stationäre Rehabilita­tionseinrichtungen werden im Land Brandenburg grundsätzlich für die gesamte Region vorgehalten.

Berlin und Brandenburg sind bereits im Gesundheitswesen verzahnt. Nach den jüngsten Zahlen wurden 2016 rund 108.000 Brandenburger in Berliner Krankenhäusern behandelt, umge­kehrt waren es 21.000 Berliner in Brandenburg. © dpa/may/aerzteblatt.de

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