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Ermittlungen gegen Bottroper Apotheker wegen Korruptionsverdachts

Mittwoch, 3. April 2019

/dpa

Wuppertal – Gegen den wegen eines Medikamentenskandals zu zwölf Jahren Haft verur­teilten Apotheker aus Bottrop wird erneut ermittelt. Diesmal gehe es um den Verdacht der Korruption im Gesundheitswesen, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwalt­schaft heute.

Insgesamt gebe es in dem Komplex sechs Verdächtige, darunter drei Ärzte. Vor drei Wo­chen habe es in dem Zusammenhang eine Durchsuchungsaktion gegeben. Zeit online hatte zuerst berichtet.

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So soll ein Düsseldorfer Arzt Patienten einer bestimmten Klinik zugeführt haben und dafür mit Zuwendungen in Form von Personal und Behandlungsräumen bedacht worden sein. Der Apotheker habe wiederum eine Gesellschaft finanziell unterstützt, die vermut­lich einem der Ärzte zuzurechnen sei. Der soll im Gegenzug Krebsmedikamente in Bott­rop bestellt haben.

Der Bottroper Apotheker war die Hauptfigur in einem der größten Medizinskandale der vergangenen Jahre. Er soll aus Habgier Tausende Krebsmedikamente gestreckt und sich so um einen zweistelligen Millionenbetrag bereichert haben. Das Essener Landgericht hatte den damals 48-Jährigen im vergangenen Sommer verurteilt – wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und Betrugs. © dpa/aerzteblatt.de

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