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Politik

Gremium soll Spahn bei neuen Technologien beraten

Mittwoch, 3. April 2019

/Thomas Andreas, stockadobecom

Berlin – Elf Fachleute sollen neue digitale Technologien möglichst schnell erkennen und auf ihren Nutzen für Patienten überprüfen. Den sogenannten „Health Innovation Hub“ hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ins Leben gerufen.

Die rasanten Fortschritte in der Digitalisierung böten „große Chancen“ für Patienten, schreibt der Minister auf der Internetseite des Ministeriums. Diese müsse man nutzen, um das Gesundheitssystem für die Zukunft fit zu machen. „Dafür braucht das Ministerium einen Brückenkopf in die Digitalszene“, beschreibt Spahn. Man wollle „bahnbrechende Technologien schneller erkennen und besser bewerten können“. Und man wolle „ansprechbar sein für die Innovatoren der Szene“. „Mein Ziel ist, die digitale Revolution zu nutzen und zu gestalten, aber nicht zu erleiden“, so Spahn.

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Geleitet wird das Team dem BMG zufolge von Jörg Debatin, dem ehemaligen Chef des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf. Debatin habe in seiner Zeit als Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender das Klinikum konsequent digitalisiert, erläutert das Ministerium seine Wahl. Das UKE sei „jetzt das papierärmste Deutschlands“. 2011 wechselte Debatin als Vizepräsident zu GE Healthcare. In den Hub bringe er also auch die internationale Expertise aus einem Großkonzern ein.

„Die zukünftige Medizin wird sich viel mehr an den wahren Bedürfnissen der Patienten orientieren. Die Digitalisierung sorgt dafür, dass er im Zusammenspiel mit seinem wissenden Arzt an Erhalt und Wiederherstellung seiner Gesundheit aktiv beteiligt wird“, wird Debatin vom Ministerium zitiert.

Das Expertengremium soll das Ministerium beraten, aber unabhängig agieren. Spahn hat die neue Einheit unter dem Namen „Health Innovation Hub – Gesundheit neu denken“ eingerichtet. Träger des Hubs ist die BWI GmbH, ein IT-Dienstleister des Bundes, der auch für das Verteidigungsministerium arbeitet.

Das Projekt ist angelegt auf drei Jahre. Bislang sind vier Stellen besetzt. Weitere Aus­schreibungen laufen. Sitz des Hubs ist ein Co-Working-Space in der Torstraße, in un­mittelbarer Nähe zum Ministerium. Die offizielle Eröffnung soll am 11. April erfolgen. © may/aerzteblatt.de

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