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Klinik und Forschung für Ärzte schwer zu vereinbaren

Donnerstag, 4. April 2019

/New Africa, stockadobecom

Würzburg – Die Arbeitsbelastung in der Klinik erlaubt immer weniger Ärzten, sich auch in der Forschung zu engagieren. Clinician-Scientist-Programme sind hilfreich, können das Problem aber nicht vollständig lösen. Das betonten die Teilnehmer eines Symposiums zum interdisziplinären und überregionalen Austausch von jungen Forschern aus der Medizin in Würzburg.

Ärzte, die neben ihrer Weiterbildung zum Facharzt auch Forschung betreiben, werden als Clinician Scientists bezeichnet. „Sie sind das Bindeglied zwischen Klinik und Forschung und sorgen dafür, dass in der Forschung das Wohl des Patienten im Mittelpunkt steht“, erläuterte Stefanie Hahner, Prodekanin für Nachwuchsförderung an der Medizinischen Fakultät Würzburg und wissenschaftliche Leiterin des Clinician-Scientist-Programms des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung Würzburg (IZKF). Die Teilnehmer des Programms haben das Symposium vorbereitet und ausgerichtet.

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Clinician-Scientist-Programme gibt es inzwischen an vielen Universitätsstandorten. Auch wenn die Ärzte durch diese Programme mehr Zeit für ihre Forschung bekommen, bleibt die Herausforderung, Klinik, Forschung, Lehre und Familie langfristig zu vereinbaren. Hier stoßen offenbar viele Nachwuchsmediziner an ihre Grenzen. Im Austausch waren sich die Kongressteilnehmer den Veranstaltern zufolge einig, dass die Vernetzung und ein gemein­­­schaftliches Auftreten unbedingt notwendig sind, um zukunftsfähige Arbeits­modelle zu entwickeln und durchzusetzen.

„Nur durch eine nachhaltige Stärkung des Berufsstandes des klinischen Forschers kann dessen Zukunft und eine internationale Konkurrenzfähigkeit deutscher Universitätsmedi­zin gesichert werden“, hieß es aus Würzburg. Konsens bestand auch darin, dass Clinician Scientists durch ihre klinische Erfahrung translationale Forschung optimal betreiben und steuern können. Ärzte, die sich mit der akribischen, systematischen Arbeit in der Grund­lagenforschung und dem kritischen Hinterfragen feststehender Dogmen beschäftigten, seien für die moderne Medizin unverzichtbar. © hil/aerzteblatt.de

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