NewsAuslandHilfsorganisationen wünschen sich mehr Geld für Entwicklungspolitik
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Hilfsorganisationen wünschen sich mehr Geld für Entwicklungspolitik

Donnerstag, 4. April 2019

/africa, stock.adobe.com

Berlin – Die Welthungerhilfe und das Kinderhilfswerk terre des hommes haben die Bun­desregierung zu einer ambitionierten Entwicklungszusammenarbeit aufgefordert. Sowohl die finanzielle Gesamtausstattung als auch die einzelnen Schwerpunkte genügten den ehrgeizigen Zielen der Agenda 2030 und anderer internationaler Vereinbarungen nicht, stellten die Organisationen heute zur Veröffentlichung ihres „Kompass 2019: Zur Wirk­lichkeit der deutschen Entwicklungspolitik“ fest.

Die deutsche ODA-Quote verfehle erneut das 0,7-Prozent-Ziel und die Mittel für die Ärms­ten der Armen entsprächen ebenfalls nicht den internationalen Verpflichtungen, hieß es. Die ODA-Quote bezeichnet Entwicklungsausgaben im Verhältnis zum Bruttonational­ein­kommen, einer bestimmten Messgröße der Wirtschaftsleistung. Die Quote gibt die Auf­wendungen der Geberländer für Entwicklungszusammenarbeit wieder und soll die Leis­tungen der Geber untereinander vergleichbar machen.

Anzeige

„In den am wenigsten entwickelten Ländern sind Hunger und Armut besonders hoch, aber die Zuwendungen dorthin stagnieren seit Jahren. Wir fordern deshalb einen finan­ziellen Stufenplan für die kommenden Jahre, um die Lebensbedingungen benachteiligter Familien insbesondere auf dem Land langfristig zu verbessern“, erklärte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Zur Afrikapolitik der Bundesregierung ziehen die Organisationen eine „gemischte Bilanz“. Während die verstärkte Förderung von Landwirtschaft und Ernährung der richtige Weg zur Hunger- und Armutsbekämpfung sei, diene der Fokus auf Migrationsabwehr und Bekämpfung von Fluchtursachen nicht diesen Zielen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Brüssel/Athen – Hunderte geflüchtete Kinder und Jugendliche werden nach Angaben der EU-Kommission in den kommenden Monaten aus Griechenland in andere EU-Staaten umgesiedelt. Bereits vorgestern und
Weitere Flüchtlingskinder werden aus Griechenland umgesiedelt
9. Juli 2020
Berlin – In Folge der Coronapandemie könnten einem Bericht zufolge bis zum Jahresende täglich weltweit bis zu 12.000 Menschen an Hunger sterben – möglicherweise sogar mehr als an der Krankheit selbst.
Bericht: 12.000 Tote täglich als Folge der Krise möglich
9. Juli 2020
Rom – Die italienische Küstenwache hat ein Fahrverbot für das deutsche Rettungsschiff „Sea Watch 3“ verhängt. Als Grund gab sie am Mittwochabend „technische und operative“ Sicherheitsmängel und
Italiens Küstenwache verhängt Fahrverbot für „Sea Watch 3“
8. Juli 2020
New York – Eine Blockade im UN-Sicherheitsrat gefährdet die humanitäre Hilfe für Millionen Notleidende in Syrien. Russland und China verhinderten gestern eine deutsch-belgische Resolution zur
Vetos im UN-Sicherheitsrat blockieren Hilfe für Syrer
7. Juli 2020
Brüssel – Auf der Suche nach einer Lösung für die Seenotrettung kommen die EU-Staaten nicht voran. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte zwar heute nach Beratungen mit seinen
Seenotrettung: EU-Staaten finden keine Lösung
7. Juli 2020
Bonn – Die Welthungerhilfe hat vor verheerenden Folgen der Coronapandemie für die ärmsten Menschen gewarnt. Die Zahl der Hungernden drohe weltweit auf eine Milliarde Menschen anzusteigen, erklärte die
Welthungerhilfe fürchtet Folgen der Pandemie
6. Juli 2020
Rom – Das private Rettungsschiff „Ocean Viking“ ist mit 180 Migranten an Bord vor dem Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien eingetroffen. Dort sollen die aus Seenot geretteten Menschen nach
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER