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Deutsche offen für Datenanalysen zur Gesundheitsvorsorge

Freitag, 5. April 2019

/Andrey Popov, stock.adobe.com

Berlin – Viele Deutsche sind offenbar bereit, zur Vorsorge und Früherkennung von Krank­heiten ihre Daten für neue Algorithmen und maschinelle Analysen zur Verfügung zu stellen – wenn sie denn erwarten können, dass Krankheiten so schneller diagnostiziert und besser therapiert werden. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis einer Befragung von mehr als 1.000 Bundesbürgern.

„Schon heute können durch die Analyse von Verhaltensdaten aus der alltäglichen Inter­aktion mit Smart Devices wie Smartphone, Smartwatch oder Fitnessarmbändern Verhal­tensmuster erkannt und entsprechende Rückschlüsse auf bestehende Risiken gezogen werden“, erläuterte Julia Hagen von der Bitkom.

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Der Verband nennt als Beispiel die frühzeitige Einschätzung des Sturzrisikos in der Wohnung. Intelligente Datenanalysen und maschinelles Lernen könnten dieses künftig rascher und sicherer identifizieren.

In der Umfrage sagten drei von zehn Bundesbürgern (30 Prozent), dass sie solchen Daten­analysen gegenüber sehr aufgeschlossen wären, weitere 31 Prozent wären eher aufge­schlossen. Eher nicht in Anspruch nehmen würden intelligente Datenanalysen 22 Prozent der Befragten, sicher nicht in Anspruch nehmen würden sie 13 Prozent. „Die Kombination innovativer digitaler Technologien mit medizinischem und pflegerischem Fachwissen schafft ungeahnte Möglichkeiten“, so Hagen.

Vor allem Jüngere sind der Umfrage zufolge der Auswertungen großer Datenmengen und unterschiedlicher eigener Vitalparameter gegenüber offen eingestellt. So sagen 72 Pro­zent der 18- bis 29-Jährigen, dass sie diese in Anspruch nehmen würden. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 57 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 56 Prozent und bei der Gene­ration 65 Plus 65 Prozent.

Die Bitkom betont, bei den Analysen müsse der Datenschutz „selbstverständlich immer an oberster Stelle stehen“. „Bevor Daten erhoben werden, müssen Patienten der Datennut­zung ausdrücklich zustimmen. Viele Menschen stehen entsprechenden softwareun­ter­stützten Datenanalysen unter diesen Voraussetzungen mit Blick auf den Nutzen aber offen gegenüber“, so das Fazit des Verbandes. © hil/aerzteblatt.de

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