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Ausland

Rettungsschiff mit Migranten: Italien sieht Berlin in der Pflicht

Freitag, 5. April 2019

Rettungsschiff „Alan Kurdi“ /dpa

Rom – Die italienische Regierung hat Deutschland aufgefordert, die Verantwortung für das Schiff einer deutschen Hilfsorganisation mit geretteten Migranten an Bord zu über­nehmen. Die „Alan Kurdi“ der Regensburger Organisation Sea-Eye hatte Mitte der Woche im Mittelmeer 64 Migranten aufgenommen und sucht seitdem einen Hafen zum Anlegen.

Das Schiff dürfe nicht in italienische Hoheitsgewässer fahren, ein Verstoß dagegen ge­fährde die nationale Sicherheit, hieß es am Donnerstag in dem Brief des Außenmi­niste­riums an den deutschen Botschafter in Rom. Es sei Aufgabe des Flaggenstaates, dafür zu sorgen, dass das Schiff die Vorschriften einhalte.

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Die „Alan Kurdi“ fährt unter deutscher Flagge. Sie habe Kurs auf die italienische Insel Lampedusa genommen, erklärte Sea-Eye. Die Einsatzleitung sei im engen Austausch mit dem Auswärtigen Amt in Berlin. An Bord sind auch zwölf Frauen, ein Kind und ein Baby. Hinzu kommen 17 Crewmitglieder. „Der ‚Alan Kurdi’ steht eine Odyssee unbekannter Dauer bevor“, heißt es in der Mitteilung. Auch Malta will das Schiff nicht anlegen lassen.

Deutsche Seenotretter nehmen Migranten auf

Rom – Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat im Mittelmeer nach eigenen Angaben mehr als 60 Migranten an Bord ihres Rettungsschiffes aufgenommen. Unter den Geretteten seien auch Frauen, ein Kind und ein Baby, erklärte die Regensburger Hilfsorganisation heute. Die Retter seien am Morgen von der Organisation Alarmphone auf den Seenotrettungsfall hingewiesen worden (...)

Italien hatte wie Malta NGOs in den vergangenen Monaten immer wieder das Anlegen ihrer Schiffe mit geretteten Migranten verwehrt. Teilweise wurden sie tagelang im Mittelmeer blockiert, bis eine Verteillösung mit anderen europäischen Staaten für die Geretteten gefunden wurde. Auf einen langfristigen Mechanismus dafür können sich die EU-Staaten seit Jahren nicht einigen. © dpa/aerzteblatt.de

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