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Brustkrebstests: Uniklinik Heidelberg stellt Strafanzeige

Freitag, 5. April 2019

Universitätskliniken Heidelberg /dpa

Heidelberg – Nach einer umstrittenen PR-Kampagne zu einem potenziellen Bluttest auf Brustkrebs hat das Universitätsklinikum Heidelberg jetzt Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Es gebe Anzeichen eines unlauteren Vorgehens bei der Entwicklung und Ankün­digung des Tests, hieß es heute in einer Mitteilung der Universität.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg habe Vorermittlungen aufgenommen, sagte deren Sprecher Tim Haaf. Kommende Woche sollen Befragungen von Beschäftigten der Uni­klinik beginnen. Es soll geprüft werden, welcher Sachverhalt möglicherweise strafbar und wer dafür verantwortlich zu machen sei. Danach könnte ein förmliches Ermittlungsver­fahren eingeleitet werden.

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Das Unternehmen Heiscreen, eine Ausgründung der Uniklinik, und die Uniklinik selbst hatten am 21. Februar den neuen Test vorgestellt. In einer Pressemitteilung war von „einem Meilenstein in der Brustkrebsdiagnostik“ die Rede, eine Markteinführung sei „noch in diesem Jahr geplant“.

Am dem Vorgehen gab es daraufhin deutliche Kritik von Fachgesellschaften, Medizinern und Statistikern – unter anderem weil die Wirksamkeit des Tests nur unzureichend be­schrieben wurde. Zudem sind Ergebnisse von Tests an Frauen bislang nicht in einem Fachjournal publiziert. Es würden Frauen Hoffnungen gemacht, die möglicherweise nicht zu halten seien. Die Uniklinik hat sich mittlerweile für das Vorgehen entschuldigt. Eine externe Expertenkommission soll die Vorgänge aufklären. © dpa/aerzteblatt.de

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