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Ausland

Australien startet nach Masernausbruch Aufklärungs­kampagne

Montag, 8. April 2019

/dpa

Sydney – Nach dem jüngsten Masernausbruch hat die australische Regierung heute eine Aufklärungskampagne gestartet. Er sei besorgt wegen des Anstiegs der Fallzahlen und wolle sicherstellen, dass die Bevölkerung „gut geschützt ist gegen diese sehr ernste Krankheit“, erklärte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Greg Hunt. Die Regierung rief insbesondere Australier, die eine Auslandsreise planen, zur Impfung auf.

In Australien galt die Infektionskrankheit seit 2014 als ausgerottet. Durch die zuneh­men­de Verweigerung von Impfungen konnten sich Masern in dem Land aber wieder aus­brei­­ten. In Australien wurden seit Jahresbeginn schon 83 Masernfälle registriert. Im gesamten vergangenen Jahr waren 103 Menschen erkrankt, 2017 waren es 81.

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Besonders betroffen war zuletzt der Bundesstaat New South Wales. Die jüngsten Masern-Fälle wurden dort gestern gemeldet. Erkrankt waren zwei Menschen, die zuvor auf den Philippinen Urlaub gemacht hatten.

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Hunt warnte, dass Australier, die zwischen 1966 und 1994 geboren wurden, wegen veränderter Leitlinien keine zweite Impfdosis erhalten haben könnten. Dies mache sie anfälliger für Masern. Heute sind gut 93 Prozent der Zweijährigen in Australien gegen die hochansteckende Infektionskrank­heit ausreichend geschützt.

Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef hatten un­längst wegen der weltweiten Ausbreitung der Masern Alarm geschlagen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen laut WHO im Vergleich zu 2017 um 50 Prozent. Weltweit starben 136.000 Menschen an den Masern. © afp/aerzteblatt.de

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