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Ärzteschaft

KV Sachsen erprobt Telesprechstunde für eine bessere augenärztliche Versorgung

Dienstag, 9. April 2019

/Dario Lo Presti/stock.adobe.com

Dresden/Zschopau – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen erprobt neue Ver­sorgungsformen, um die fachärztliche Betreuung auch in ländlichen Regionen zu sichern. Die Augenarztpraxis von Simo Murovski in Zschopau in der Region Marienberg hat im Rahmen dieser Initiative seine Praxisorganisation um eine Telesprechstunde erweitert. 

„Die Möglichkeiten, die digitale und telemedizinische Anwendungen für Ärzte und Pa­tienten, vor allem auch in ländlichen Gebieten eröffnen, sind enorm. Ich freue mich, dass die Krankenkassen und die KV Sachsen dieses Modellprojekt ermöglichen und dass es engagierte Ärzte gibt, die neue digitale Anwendungen erproben“, kommentierte Sach­sen Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) die Initiative.

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In der Augenarztpraxis erhebt speziell qualifiziertes Personal an augenärztlichen Unter­suchungsgeräten verschiedene Befunde. Nach einem persönlichen Kontakt mit dem Pa­tienten greift Murovski unabhängig von Ort und Zeit auf die verschlüsselten Befunde zu und bewertet sie. Der Patient erhält schriftlich seinen Befund.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Patienten mit Diabetes, bei denen augen­ärztliche Kontrollen notwendig sind. Im Falle von krankhaften Veränderungen wird der Patient zu einem weiteren persönlichen Gespräch und einer Untersuchung mit dem Arzt eingeladen. Der Datenschutz ist laut der KV bei allen Abläufen gesichert. Die Tele­sprech­stunde entlastet den Arzt von regulären Wiederholungsuntersuchungen und verschafft ihm Sprechstundenzeit für die Behandlung von Patienten.

„Das Projekt ist in dieser Form bisher einmalig in Sachsen. Moderne Technik und qualifi­ziertes Fachpersonal ermöglichen eine neue Sprechstundeneinteilung und effizientes Arbeiten bei hoher Qualität“, sagte Murovski. Es werde so möglich, mehr Patienten versor­gen als bisher. Patienten in der Region Marienberg könnten so schneller als bisher einen Termin erhalten.

Thorsten Zöfeld, Leiter der Regionaldirektion der Knappschaft in Sachsen erklärte: „Die Sicherstellung einer guten medizinischen Versorgung unserer Versicherten ist uns ge­meinsam mit allen Partnern der Selbstverwaltung ein besonderes Anliegen. Dabei haben wir insbesondere unsere älteren Versicherten in ländlichen Regionen im Blick. Mit diesem innovativen Projekt möchten wir neue Wege in der Versorgung unterstützen, die vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen zu Gute kommen.“ 

In der Region Marienberg besteht in der Augenheilkunde eine drohende Unterversorgung. Das Gemeinsame Landesgremium aus sächsischem Sozialministerium und Partnern der Selbstverwaltung hat deshalb Marienberg – und die Region Weißwasser – zu Modellre­gionen in Sachsen ausgewählt und Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Arbeitsauf­trä­gen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung eingesetzt. © hil/aerzteblatt.de

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