NewsAuslandSea-Eye meldet medizinischen Notfall
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Sea-Eye meldet medizinischen Notfall

Dienstag, 9. April 2019

/dpa

Valletta – Die Lage auf dem deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit Migranten an Bord wird nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Eye immer bedenklicher. Eine Frau musste wegen Kreislaufproblemen und „zunehmenden Bewusstseinsstörungen“ nach Malta gebracht werden, wie die Regensburger Organisation heute mitteilte.

Zuvor hatte Sea-Eye auch erklärt, dass Wasser und Nahrung knapp und dringend Wech­selkleidung benötigt werde. Ein Regierungssprecher in Valletta sagte, dass Vorräte wenn nötig bereitgestellt würden. Das Schiff ist seit einer Woche mit den nun 63 Migranten an Bord auf dem Meer blockiert und liegt derzeit vor Malta.

Anzeige

„Die Leute hier tragen ihre Kleidung teilweise schon seit Wochen am Leib. Das sind un­sägliche Umstände an Bord eines europäischen Schiffes“, erklärte Einsatzleiter Jan Ribbeck laut Mitteilung. Die meisten Menschen müssten an Deck schlafen. Dort seien sie weder vor dem Wetter noch vor dem Meerwasser geschützt. „Die Menschen frieren, sie werden immer wieder nass und natürlich hat niemand Wechselkleidung dabei.“

Weder Italien noch Malta wollen das Schiff anlegen lassen. Die Länder bestehen auf einen Verteilmechanismus der Migranten auf andere EU-Länder, auf den sich Europa aber seit Jahren nicht einigen kann. Mehrere Schiffe wurden deshalb teils Wochen auf dem Meer blockiert.

Aus dem Bundesinnenministerium in Berlin hieß es heute, dass die Europäische Kommission das weitere Vorgehen im Fall der „Alan Kurdi“ koordiniere. Deutschland habe sich bereits letzte Woche dazu bereit erklärt, Gerettete aufzunehmen, wenn dies auch andere Staaten täten. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Brüssel/Athen – Hunderte geflüchtete Kinder und Jugendliche werden nach Angaben der EU-Kommission in den kommenden Monaten aus Griechenland in andere EU-Staaten umgesiedelt. Bereits vorgestern und
Weitere Flüchtlingskinder werden aus Griechenland umgesiedelt
9. Juli 2020
Berlin – In Folge der Coronapandemie könnten einem Bericht zufolge bis zum Jahresende täglich weltweit bis zu 12.000 Menschen an Hunger sterben – möglicherweise sogar mehr als an der Krankheit selbst.
Bericht: 12.000 Tote täglich als Folge der Krise möglich
9. Juli 2020
Rom – Die italienische Küstenwache hat ein Fahrverbot für das deutsche Rettungsschiff „Sea Watch 3“ verhängt. Als Grund gab sie am Mittwochabend „technische und operative“ Sicherheitsmängel und
Italiens Küstenwache verhängt Fahrverbot für „Sea Watch 3“
8. Juli 2020
New York – Eine Blockade im UN-Sicherheitsrat gefährdet die humanitäre Hilfe für Millionen Notleidende in Syrien. Russland und China verhinderten gestern eine deutsch-belgische Resolution zur
Vetos im UN-Sicherheitsrat blockieren Hilfe für Syrer
7. Juli 2020
Brüssel – Auf der Suche nach einer Lösung für die Seenotrettung kommen die EU-Staaten nicht voran. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte zwar heute nach Beratungen mit seinen
Seenotrettung: EU-Staaten finden keine Lösung
7. Juli 2020
Bonn – Die Welthungerhilfe hat vor verheerenden Folgen der Coronapandemie für die ärmsten Menschen gewarnt. Die Zahl der Hungernden drohe weltweit auf eine Milliarde Menschen anzusteigen, erklärte die
Welthungerhilfe fürchtet Folgen der Pandemie
6. Juli 2020
Rom – Das private Rettungsschiff „Ocean Viking“ ist mit 180 Migranten an Bord vor dem Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien eingetroffen. Dort sollen die aus Seenot geretteten Menschen nach
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER