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Ausland

New York ruft Impfpflicht gegen Masern für Teile Brooklyns aus

Mittwoch, 10. April 2019

/dpa

New York – Angesichts mehrerer hundert Masernfälle hat der Bürgermeister von New York für Teile des Bezirks Brooklyn den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Jeder, der dort lebe, müsse sich impfen lassen, erklärte Bill de Blasio gestern vor Journalisten. De Blasio sagte, es sei Zeit für eine „kraftvollere Herangehensweise“. Es sei möglich, die Masern-Erkrankungen zu stoppen.

Wer nicht belegen kann, dass er die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) erhalten hat oder Antikörper gegen Masern im Blut trägt, riskiert demnach eine Geldstrafe von 1.000 Dollar (rund 890 Euro). Schulen und Kinderbe­treu­ungseinrichtungen, die weiterhin un­geimpfte Kinder aufnehmen, müssen ebenfalls mit Geldstrafen und einer möglichen Schließung rechnen.

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Eigentlich galten Masern in den USA seit dem Jahr 2000 als ausgerottet. Seit Jahresbe­ginn gab es jedoch 465 Neuerkrankungen in 19 Bundesstaaten. Höher war die Zahl bisher nur im Jahr 2014 mit 667 Masernkranken. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC sind in New York seit Oktober 285 Menschen an Masern erkrankt. 21 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden, fünf von ihnen auf der Intensivstation.

Ein Großteil der Erkrankten sind orthodoxe Juden. Zwar gibt es in New York wie in fast allen US-Bundesstaaten eine Reihe verpflichtender Impfungen für Schulkinder. Bisher wurden aber Ausnahmen aus medizini­schen oder religiösen Gründen zugelassen.

Von der Maßnahme betroffen sind vier Gebiete von Brooklyns Stadtteil Williamsburg, in denen sich die Erkrankungen häufen. Ende März hatte bereits der rund 40 Kilometer nördlich von New York gelegene Landkreis Rockland County den Masern-Notstand ausgerufen.

Dass die hochansteckende Erkrankung sich in jüngster Zeit wieder verbreitet, liegt auch an der impffeindlichen Bewegung der Anti-Vaxxer, die in den USA besonders stark ist. Dort hat sie sich vor allem durch Posts in sozialen Medien verbreitet, die medizinisch nicht belegte Behauptungen in Umlauf bringen. Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO  zählt die Anti-Impf-Bewegung daher zu einer der großen Bedrohungen für die weltweite Gesundheit.

De Blasio betonte, es gebe keine Zweifel, dass Impfungen „sicher, wirksam und lebens­rettend“ seien. Er rufe daher alle Menschen in den betroffenen Gebieten zur MMR-Impfung auf, um „Kinder, Familien und Gemeinden“ zu schützen. Die für Gesundheitsfra­gen zuständige stellvertretende Bürgermeisterin Herminia Palacio schloss sich der Auf­forderung an. Wer sich entscheide, sein Kind nicht impfen zu lassen, müsse verstehen, dass er damit „auch eine Entscheidung für die Menschen im Umfeld des Kindes“ treffe, sagte sie. © afp/aerzteblatt.de

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volkhard.kempf@kgu.de
am Donnerstag, 11. April 2019, 08:31

Baishygiene

Dieses Bild zeigt genau, wie eine Impfung NICHT durchgeführt werden soll. Künstliche und lackierte Fingernägel haben im Medizinbetrieb keine Berechtigung.

Siehe bitte hier: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Krankenhaushyg/Kuenstliche_Fingernaegel/Krankenhaushyg_Fingernaegel.html

"Wiederholt konnten künstliche Nägel als Quelle für noso­komiale Infektionen bei immunsupprimierten Patienten und für Ausbrüche post­operativer Wund­infek­tionen identifiziert werden".

Prof. Dr. med. Volkhard A. J. Kempf
Direktor Med. Mikrobiologie und Krankenhaushygiene
Universitätsklinikum Frankfurt am Main
LNS

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