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Politik

Neue Rahmenbedingungen sollen Versorgung mit Influenza-Impfstoff sichern

Donnerstag, 18. April 2019

/dpa

Dresden – In Sachsen sollen im kommenden Herbst ausreichend Influenzaimpfstoffdosen für die Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Das haben sich das Sächsische Ge­sund­heits­mi­nis­terium, der Sächsische Apothekerverband, die Krankenkassen sowie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen vorgenommen.

„Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium hat alle Akteure an einen Tisch gebracht und gemeinsam den Engpass in der letzten Impfsaison ausgewertet“, erläuterte Sachsens Gesundheits­mi­nisterin Barbara Klepsch (CDU). Die Akteure haben in den gemeinsamen Gesprächen neue Rahmenbedingungen für die Impfstoffversorgung abgesprochen. Als Orientierung dienen dabei die durchgeführten Impfungen der vergangenen Saison.

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Den neuen Ablauf haben die Akteure in einem gemeinsamen Schreiben an die Ärzte in Sachsen mitgeteilt und diese gebeten, den voraussichtlichen Gesamtbedarf der benötig­ten Grippeimpfstoffe (Pflicht- und Satzungsleistungen) für die kommende Impfsaison bereits jetzt zu planen und vorzubestellen.

Konkret sollen die Ärzte bis zum 26. April be­stellen und die Belieferung mit der Liefer­apotheke abstimmen. Die Lieferapotheke werde entsprechend der Verordnung des Arztes (also dessen Vorbestellung) die Bestellung beim pharmazeutischen Unternehmer aus­lösen und sich um die Belieferung kümmern.

Weiter wurde ein erster Überblick über die voraussichtliche Marktlage gegeben, indem die bei den pharmazeutischen Unternehmen geplanten Produkte und Preise mitgeteilt wurden. Zudem haben Kassen und Selbstverwaltung unter anderem darauf hingewiesen, dass eine Aufteilung auf Produkte verschiedener Firmen empfehlenswert sei, um Liefer­schwierig­keiten oder verschiedene Markteintrittszeitpunkte ausgleichen zu können.

Der Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Klaus Heckemann, zeigt sich zufrieden: „Die Ärzte müssen sich nicht mehr ausschließlich auf den preiswertesten Impfstoff bei der Vorbestellung beschränken. Eine verschiedene Hersteller einbeziehende Vorbestellung federt mögliche Lieferschwierigkeiten oder gar -ausfälle ab und sorgt damit für einen reibungslosen Ablauf der Impfsaison“, sagte er.

Im November 2018 war aufgrund der großen Nachfrage der Bevölkerung in Sachsen zu wenig Grippeimpfstoff verfügbar. Erst nach einer Allgemeinverfügung der Landesdirektion war es sächsischen Apotheken möglich, Restbestände an Grippeimpfstoffen aus dem europäischen Ausland zu beziehen. © hil/aerzteblatt.de

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