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Digital-Szene: Health Innovation Hub in Berlin eröffnet

Freitag, 12. April 2019

Health Innovation Hub in der Torstr. 223 in Berlin /Jan Pauls hih2025
Health Innovation Hub in der Torstr. 223 in Berlin /Jan Pauls, hih2025

Berlin – Mit dem Health Innovation Hub will Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn einen Brückenkopf in die Digital-Szene bauen. Die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in Berlin fand gestern im Anwesenheit vieler Gäste aus dem Gesundheitswesen und der Politik statt.

In Kürze soll der Co-Working-Space in der Torstraße 223 auch für Besucher geöffnet werden. Das Bundes­mi­nisterium für Gesundheit (BMG) stellt ein Personalbudget von 1,8 Millionen Euro pro Jahr.

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Das Team von rund elf Experten soll neue Digital-Technologien schnell erkennen und auf ihren Nutzen für Patienten überprüfen. Der Hub dient unter anderem als Anlaufstelle für Start-ups aus der Gesundheitswirtschaft und steht ihnen zur Seite – etwa, wenn es um Fragen der Vernetzung, Realisierbarkeit, Weiterentwicklung, um Schnittstellen, Rechts­sicher­heit, Finanzierungsfragen und den Dialog in die Politik hinein geht.

Die Teammitglieder werden aktiv in der Digital-Szene nach neuen Ideen und Lösungen suchen, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Start-ups können aber auch auf den Hub zukommen.

Wir machen hier ein Experiment. So etwas hat es in Bundesverwaltungsdeutschland bisher noch nicht gegeben. Jens Spahn, Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter

Spahn sieht den Hub als „Ideen- und Impulsgeber“. Was dabei nach drei Jahren rauskommen könnte, vermag er jetzt noch nicht zu sagen: „Wir machen hier ein Experiment. So etwas hat in Bundesverwaltungsdeutschland bisher noch nicht gegeben“, sagte er bei der Eröffnung in Berlin.

Angeführt wird das Team von Jörg Debatin, dem ehemaligen Chef des Uniklinikums Ham­burg-Eppendorf. Ebenfalls mit an Bord ist Henrik Matthies, der sich als Geschäftsführer der Berliner Mimi Hearing Technologies GmbH einen Namen gemacht hat.

Wir sind keine nachgeordnete Behörde des BMG. Jörg Debatin, Leiter des Health Innovation Hub

Möglich ist die Beschäftigung solcher Experten nur außerhalb der Ministeriums­struktu­ren. „Wir sind keine nachgeordnete Behörde des BMG“, betonte Debatin gestern und kündigte an: „Wir werden mit Ideen treiben, damit nerven und wir werden versuchen, coole Produkte umzusetzen.“

Träger des Hubs ist die BWI GmbH, ein IT-Dienstleister des Bundes, der auch für das Ver­teidigungsministerium arbeitet. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. © gie/aerzteblatt.de

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