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Ausland

WHO sieht Ebolaepidemie im Kongo nicht als internationalen Notstand

Montag, 15. April 2019

/dpa

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) stuft die Ebolaepidemie in der Demo­kra­tischen Republik Kongo nicht als internationalen Notstand ein. Diese Entscheidung habe aber keine Auswirkungen auf das Engagement der WHO im Kampf gegen die Epidemie, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am vergangenen Freitag in Genf. Seit August sind im Kongo 750 Menschen an der Viruskrankheit gestorben.

Der Anstieg der Fallzahlen in einigen Regionen habe zwar für starke Verunsicherung gesorgt, sagte Robert Steffen, Vorsitzender des WHO-Notstandskomitees. Die gefährliche Infektionskrankheit habe sich jedoch noch nicht auf die Nachbarländer ausgebreitet. Dies bedeute aber nicht, dass die Gefahr vorbei sei. „Wir können uns nicht zurücklehnen“, sagte Steffen.

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Ghebreyesus hat das Komitee bereits zum zweiten Mal einberufen, um die Lage im Kongo zu bewerten. Im Oktober waren die Experten zu dem Schluss gekommen, dass die Situa­tion „sehr besorgniserregend“, aber kein internationaler Notstand sei.

Die WHO rief am vergangenen Freitag dazu auf, die „Anstrengungen zu verdoppeln“ und jeden neuen Fall „so schnell wie möglich“ zu melden. Die Organisation geht davon aus, dass der Kampf gegen die Epidemie noch weitere sechs Monate dauern wird. Sie hat nach eigenen Angaben jedoch nicht genug finanzielle Mittel, um die Epidemie wirksam zu be­kämpfen.

Die vorbeugenden Maßnahmen in den Nachbarstaaten des Kongos schritten deshalb lang­sam voran, sagte Ghebreyesus. 104 Millionen Dollar (92 Millionen Euro) seien not­wendig, um den Kampf gegen Ebola bis Juli fortzusetzen.

Es ist bereits der zehnte Ebolaausbruch im Kongo, seit die Krankheit in dem Land 1976 erstmals entdeckt wurde. Dieses Mal ist die Bekämpfung der hochansteckenden Virus­krankheit besonders schwierig, weil es in der betroffenen Region immer wieder Angriffe bewaffneter Gruppen gibt. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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