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Ärztekammer Sachsen-Anhalt will zusätzliche Prüfung für ausländische Mediziner

Montag, 15. April 2019

/dpa

Freyburg/Unstrut – Die Qualifizierung ausländischer Mediziner sollte aus Sicht der Ärzte­kammer Sachsen-Anhalt stärker überprüft werden. Mediziner, die nicht aus der Europäi­schen Union kommen, sollten eine bundesweit einheitliche Prüfung ähnlich dem dritten deutschen Staatsexamen absolvieren. Das beschloss die Kammerversammlung der Ärztekammer vorgestern einer Mitteilung zufolge einstimmig.

Für eine solche zusätzliche Prüfung ist einem Kammersprecher zufolge eine Gesetzesän­de­rung auf Bundesebene nötig. Derzeit würden zur Überprüfung des Ausbildungsstandes vor allem Zeugnisse herangezogen. Das Vertrauen in deren Echtheit, Inhalt und korrekte Übersetzung berge die Gefahr, dass Defizite verborgen bleiben, hieß es.

Abschlüsse innerhalb der EU würden automatisch anerkannt. Es gehe bei dem Beschluss nur um Mediziner, die außerhalb der EU ausgebildet worden seien. Gute Erfahrungen habe die Ärztekammer mit praxisorientierten Sprachprüfungen für ausländische Ärzte gemacht.

Zuvor hätten die Mediziner nur ein Zeugnis vorlegen müssen – bei dem praktischen Test fielen nun rund ein Drittel der Mediziner durch. Das zeige, dass Zeugnisse allein als Grad­messer nicht ausreichten. Qualifikation und Kommunikation aber seien der Schlüssel zum Behandlungserfolg, betonte Kammerpräsidentin Simone Heinemann-Meerz. © dpa/aerzteblatt.de

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