NewsÄrzteschaftÄrztekammer Sachsen-Anhalt will zusätzliche Prüfung für ausländische Mediziner
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärztekammer Sachsen-Anhalt will zusätzliche Prüfung für ausländische Mediziner

Montag, 15. April 2019

/dpa

Freyburg/Unstrut – Die Qualifizierung ausländischer Mediziner sollte aus Sicht der Ärzte­kammer Sachsen-Anhalt stärker überprüft werden. Mediziner, die nicht aus der Europäi­schen Union kommen, sollten eine bundesweit einheitliche Prüfung ähnlich dem dritten deutschen Staatsexamen absolvieren. Das beschloss die Kammerversammlung der Ärztekammer vorgestern einer Mitteilung zufolge einstimmig.

Für eine solche zusätzliche Prüfung ist einem Kammersprecher zufolge eine Gesetzesän­de­rung auf Bundesebene nötig. Derzeit würden zur Überprüfung des Ausbildungsstandes vor allem Zeugnisse herangezogen. Das Vertrauen in deren Echtheit, Inhalt und korrekte Übersetzung berge die Gefahr, dass Defizite verborgen bleiben, hieß es.

Anzeige

Abschlüsse innerhalb der EU würden automatisch anerkannt. Es gehe bei dem Beschluss nur um Mediziner, die außerhalb der EU ausgebildet worden seien. Gute Erfahrungen habe die Ärztekammer mit praxisorientierten Sprachprüfungen für ausländische Ärzte gemacht.

Zuvor hätten die Mediziner nur ein Zeugnis vorlegen müssen – bei dem praktischen Test fielen nun rund ein Drittel der Mediziner durch. Das zeige, dass Zeugnisse allein als Grad­messer nicht ausreichten. Qualifikation und Kommunikation aber seien der Schlüssel zum Behandlungserfolg, betonte Kammerpräsidentin Simone Heinemann-Meerz. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Mai 2020
Wiesbaden − Hessen hat 2018 und 2019 insgesamt 356 Approbationen an Ärzte erteilt, die ihren Hochschulabschluss in einem Drittland gemacht haben. Von diesen bestanden 309 eine spezielle
Hessen erteilt 356 Approbationen an Ärzte aus Drittstaaten
27. März 2020
Berlin − Wegen der Coronakrise wollen Bayern und Niedersachsen einem Bericht zufolge ausländischen Ärzten vorübergehend eine Arbeitserlaubnis erteilen. Wie das digitale Wirtschaftsmagazin
Bayern und Niedersachsen wollen ausländischen Ärzten befristete Arbeitserlaubnis erteilen
24. März 2020
Teheran − Obwohl vom iranischen Außenministerium bewilligt und von der Botschaft in Paris angekündigt, will der Iran angeblich nun doch kein Team der Ärzte ohne Grenzen (MSF) Team im Land. „Wir
Coronakrise: Iran will nun doch kein Team der Ärzte ohne Grenzen
23. März 2020
Havanna − Kubas größte Exportschlager sind nicht etwa Rum oder Zigarren, sondern etwas, was in der Coronakrise umso mehr zur Geltung kommt: Ärzte und Pfleger. Deren Entsendung ins Ausland ist
Kubas wichtigster Export: Mediziner helfen in Corona-Krise
5. März 2020
Dresden – In Sachsen gibt es wieder mehr berufstätige Ärzte. Deren Zahl stieg Ende 2019 um 336 auf rund 18.200, teilte die Sächsische Lan­des­ärz­te­kam­mer heute mit. Präsident Erik Bodendieck führte den
In Sachsen arbeiten wieder mehr Ärzte
2. März 2020
Wiesbaden – In der Gesundheits- und Krankenpflege werden mehr Fachkräfte aus dem Ausland anerkannt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 2018 die Berufsabschlüsse von 10.350
Mehr Berufsabschlüsse aus dem Ausland anerkannt
18. Februar 2020
Berlin – Immer weniger Ärzte, die in Deutschland arbeiten, suchen sich im Ausland eine berufliche Neuorientierung. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD im
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER