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Ärzteschaft

Langfristig bestehen acht von zehn Kandidaten die Fachsprachenprüfung

Montag, 15. April 2019

/Bits and Splits, stockadobecom

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat seit dem Jahr 2014 5.000 Fachspra­chenprü­fungen bei ausländischen Ärzten abgenommen. Im ersten Durchgang scheitert jeder zweite.

„Die Sprache hat eine Schlüsselfunktion in der Arzt-Patienten-Beziehung. Arzt und Pa­tient müssen miteinander reden können, sie müssen sich ver­stehen“, sagte der Präsident der Kammer, Theodor Wind­horst. Eine funktionierende Kommunikation sei Basis und Ga­rant, um in einem vertrau­ensvollen und ungestörten Arzt-Patientenverhältnis eine hoch­wertige sowie sichere Ver­sorgung der Patienten zu gewährleisten

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Er lobte die Entscheidung des Landesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2014, die Fachsprachenprüfung für ausländische Ärzte auf die beiden Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen zu übertragen.

„Wer besser als ein Arzt kann beurteilen, ob medizinische Sprach­­­inhalte ausreichend sicher verstanden und so weitergegeben werden können, dass Missverständnisse vermie­den werden, Patient sprachlich empathisch begegnet werden kann und ärztliche Kollegen aus den Angaben die medizinisch richtigen Schluss­folgerun­gen ziehen können“, sagte Windhorst.

Eigens geschulte Ärzte der Kammer nehmen die Fachsprachenprüfungen unter Einbin­dung von Sprachwissenschaftlern ab. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage einheitli­cher gewichteter Kriterien. Die Hälfte der Prüflinge ist im ersten Durchgang erfolgreich. Wer durchfällt, kann aber wieder antreten. Insgesamt erreichen der Kammer zufolge 80 Pro­zent der Kandidaten ihr Ziel.

Windhorst betonte, die Stellung der Kammern als unabhängige Prüfungsinstanz habe sich in einem Feld, in dem sich „gewerbliche Anbieter sowohl im Vermittlungs- wie auch im Schulungs- und Prüfungsbereich mit vermeintlichen Erfolgsversprechen überschlagen“, mehr als bewährt.

„Am meisten hilft es aber den zugewanderten Ärzte selbst, die sich jetzt zielorientiert auf das vorbereiten können, was im ärztlichen Berufsalltag sprachlich tatsächlich gefordert wird.“ Wer die Prüfung meistere, habe dann die besten Voraussetz­un­gen für eine berufli­che und soziale Integration, so der westfälische Ärztepräsident. © hil/aerzteblatt.de

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