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Neuer Medizinstudiengang in Hamburg ohne Numerus Clausus

Dienstag, 16. April 2019

/dpa

Hamburg – Die „MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University“ – bietet ab Oktober 2019 in Kooperation mit den Helios Kliniken Schwerin einen neuen Staatsexamensstudiengang Humanmedizin an. Eine staatliche Anerkennung für den Studiengang Humanmedizin hat die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Mitte April ausgesprochen.

„Wir freuen uns, dass wir endlich starten können, nachdem die MSH gemeinsam mit ihrem klinischen Partner – den Helios Kliniken Schwerin — einen sehr langen Weg des Genehmigungsverfahrens gegangen ist“, sagte Ilona Renken-Olthoff, Geschäftsführerin und Gründerin der MSH. Der neue Studiengang bilde künftige Ärzte auf Universitäts­­ni­veau aus, schließe mit dem Staatsexamen ab und berechtige zur Approbation, hieß es aus Hamburg.

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Die private Hochschule und die Schweriner Helios Kliniken hatten die staatliche Aner­kennung des Studiengangs im Februar 2012 beantragt. Im Dezember 2016 erhielten sie ein positives Votum des Wissenschaftsrates mit Auflagen. Im Oktober 2018 bestätigte dieser, dass Hochschule und Kliniken diese Auflagen erfüllten.

Kein Numerus Clausus

An der MSH soll es keine Zugangsbeschränkung per Numerus Clausus (NC) geben. Man wolle „jedem Bewerber die Chance geben, sich den Traum vom Medizinstudium zu erfüllen – unabhängig von der Note auf dem Abschlusszeugnis“, sagte Renken-Olthoff. Die Kandidaten qualifizierten sich nicht durch einen NC für den Studiengang.

Stattdessen können sie ihre persönliche Eignung und Motivation in einem Auswahlver­fahren – bestehend aus einem schriftlichen Medizinertest, einem Gruppengespräch mit Fallsimulation und einem Einzelgespräch – unter Beweis stellen. „Die MSH stellt Engage­ment und Talent der Bewerber in den Fokus des dreistufigen Bewerbungsverfahrens“, sagte der Gründungsrektor Christoph Eggers.

„Die Helios Kliniken Schwerin stehen bereit. Die Mitarbeiter des Standortes freuen sich auf die neue Herausforderung“, sagte Oliver Heese, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie an den Helios Kliniken Schwerin. Man sei sich zugleich der großen Aufgabe und Verantwortung in der strukturierten Ausbildung im Rahmen des Studiengangs Humanmedizin bewusst.

Die MSH ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule in Hamburg mit Sitz in der Hafencity. Sie startete 2010 mit sechs Studiengängen. Die Kosten für den Studiengang Humanmedizin belaufen sich in der Vorklinik und im klinischen Studienabschnitt auf 1.500 Euro pro Monat. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #101880
Amygdala2010
am Mittwoch, 17. April 2019, 19:03

Glückwunsch!

Wirklich jedem soll es ermöglicht werden?!?
Jedem mit sehr gutem finanziellen Background der Familie oder einem ausgeprägten Willen zur Verschuldung- bevor überhaupt ein, insbesondere in den ersten Jahren der Assistenzarztzeit, überschaubares Saler erwirtschaftet wird... Eine einträgliche Idee für den Anbieter!
Avatar #101880
Amygdala2010
am Mittwoch, 17. April 2019, 19:00

Glückwunsch!

Wirklich jedem soll es ermöglicht werden?!?
Jedem mit sehr gutem finanziellen Background der Familie oder einem ausgeprägten Willen zur Verschuldung- bevor überhaupt ein, insbesondere in den ersten Jahren der Assistenzarztzeit, überschaubares Saler erwirtschaftet wird... Eine einträgliche Idee für den Anbieter!
Avatar #735550
rp__bt
am Dienstag, 16. April 2019, 18:31

Es ist eine Schande...

...daß der Staat sich aus der Verantwortung für die universitäre Ausbildung stiehlt und das Feld willig privaten Geschäftemachern überläßt. Damit bekommen wir Verhältnisse wie in den USA, wo junge Menschen nach dem Studium erst mal sechsstellige Schulden abarbeiten dürfen.
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