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Neue Empfehlungen der Weltgesundheits­organisation für Digital Health

Donnerstag, 18. April 2019

/dpa

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat Möglichkeiten umrissen, wie Länder neue technische Möglichkeiten von Smartphones, Tablets und Computer nutzen könn­en, um die Gesundheit der Menschen und die Versorgung zu verbessern.

„Die Nutzung der Leistungsfähigkeit digitaler Technologien ist eine wesentliche Voraus­set­zung für die flächendeckende Gesundheitsversorgung“, sagte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, bei der Veröffentlichung der „Guideline on digital health interventions“, der WHO.

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In den vergangenen zwei Jahren hat die WHO nach eigenen Angaben die Erkenntnisse über digitale Technologien systematisch überprüft und Experten aus der ganzen Welt konsultiert, um Empfehlungen zu erarbeiten, wie solche Instrumente eingesetzt werden können, um maximale Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme und die Gesundheit der Menschen zu erzielen.

Digitale Interventionen, die bereits positive Auswirkungen gezeigt hätten, seien die Erinnerung von schwangeren Frauen an ihre Schwangerschaftsvoruntersuchungen sowie Impferinnerungen. Die Richtlinie weist auch auf das Potenzial zur Verbesserung der Lagerhaltung hin. Digitale Technologien ermöglichten es dem Gesundheitspersonal, effizienter über den Status von Lagerbeständen und -lücken zu kommunizieren. 

„Digitale Interventionen hängen aber stark vom Kontext ab“, warnte Garrett Mehl, WHO-Wissenschaftler für digitale Innovationen und Forschung. So reiche beim Beispiel der Lagerhaltung die Benachrichtigung über die Bestände allein nicht aus, um das Waren­management zu verbessern.

Die entsprechenden Gesundheitssysteme müssten auch rechtzeitig reagieren und Maß­nah­men ergreifen, um die benötigten Waren wieder aufzufüllen. Der WHO-Leitfaden betone daher, dass die Gesundheitssysteme auf die erhöhte Sichtbarkeit und Verfügbar­keit von Informationen reagieren müssten. Wichtig ist laut der WHO außerdem, die Be­schäftigten im Gesundheitswesen angemessen auszubilden. 

Die Menschen müssten außerdem sicher sein, dass ihre eigenen Daten sicher seien, ins­besondere Informationen über sensible Gesundheitsthemen wie sexuelle und reproduk­tive Gesundheit.

„Digitale Gesundheit ist keine Wunderwaffe“, sagte Bernardo Mariano, Chief Information Officer der WHO. Es müsse sichergestellt werden, dass es einen Mehrwert für die Mitar­beiter des Gesundheitswesens schaffe und dazu die infrastrukturellen Einschränkungen berücksichtigt und eine angemessene Koordinierung gewährleistet sei. 

Der Leitfaden enthält auch Empfehlungen zur Telemedizin, die es Menschen an entlege­nen Orten ermöglicht, Gesundheitsdienste über Mobiltelefone, Webportale oder andere digitale Hilfsmittel in Anspruch zu nehmen. Die WHO betont, dass dies eine wertvolle Ergänzung zu den persönlichen Interaktionen sei, diese aber nicht vollständig ersetzen könne. Wichtig sei außerdem, dass auch die telemedizinischen Konsultationen von qua­lifiziertem Gesundheitspersonal durchgeführt würden und auch hier der Datenschutz gesichert sei. © hil/aerzteblatt.de

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