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Mehr Crystal Meth in Bayern beschlagnahmt

Donnerstag, 18. April 2019

Crystal Meth /dpa

München – Die bayerische Polizei hat 2018 mehr Crystal Meth sichergestellt als in den Vorjahren. Knapp 12,5 Kilogramm der Droge Metamphetamin, das in kristalliner Form als Crystal Meth bekannt ist, beschlagnahmten die Beamten. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine schriftliche Anfrage der Grünen hervor. 2017 waren es knapp elf Kilogramm, 2016 rund neun. 17 Menschen starben im vergangenen Jahr im Freistaat an Metamphetamin, zwei weniger als 2017.

Die 2018 beschlagnahmte Menge sei im Straßenhandel zwischen einer halben Million und eineinhalb Millionen Euro wert, teilte das bayerische Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mit. Generell gebe es bei der Menge von beschlagnahmten Drogen gewisse Schwankungen. Grund dafür seien nicht nur der Einsatz der Polizei und einzelne große Funde. Auch die Menge von Drogen auf dem Markt spiele eine Rolle.

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Die Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Grünen, Katharina Schulze, sagte, um Drogenschmuggel und -handel zu verhindern und die Menschen vor den Gefahren zu warnen, brauche es im Freistaat deutlich größere Anstrengungen als bisher. „Die Söder-Regierung tritt bei der Bekämpfung der Crystal-Meth-Verbreitung auf der Stelle.“

Der Freistaat hat 2018 rund 6,2 Millionen Euro für Suchtbekämpfung und Drogentherapie ausgegeben. Für 2019 und 2020 sind jeweils rund 6,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Grünen fordern mehr Mittel: Es genüge nicht, die Ausgaben zur Suchtbekämpfung alljähr­lich in der Höhe der Teuerungsrate anzupassen, sagte Schulze. „Da muss eine kräftige Schippe draufgelegt werden.“

Besonders aus tschechischen Drogenküchen kommt seit Jahren das hochgefährliche Crystal Meth nach Bayern. Behörden aus beiden Ländern arbeiten eng zusammen, um den kriminellen Handel einzudämmen. Insgesamt war die Zahl der Drogentoten im Freistaat im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren zurückgegangen. 235 Menschen starben 2018 in Bayern in Folge von Drogenkonsum, im Vorjahr waren es 308 Personen. © dpa/aerzteblatt.de

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