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Wie Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am besten fördern können

Donnerstag, 18. April 2019

/dpa

Bremen – Unternehmen sollten im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung be­sonders auf Maßnahmen und Änderungen der Arbeitsumgebung setzen. Diese Ver­hält­nisförderung ist effektiver als eine Verhaltensförderung, welche meint, Mitarbeiter zu gesundheitsfördernden Maßnahmen zu motivieren. Das berichten Sonia Lippke von der Jacobs University Bremen und Aike Hessel von der Deutschen Rentenversicherung Olden­burg-Bremen.

Das Präventionsgesetz, das seit dem Jahr 2016 gilt, erlaubt es Krankenkassen, die Gesund­heit von Mitarbeitern in Betrieben zu unterstützen. Diese Maßnahmen betreffen jedoch die individuelle Förderung von Mitarbeitern. Bei unternehmensweiten Maßnah­men sind die Betriebe selbst in der Pflicht.

Offen war laut Lippke und Hessel bisher jedoch, wie wirksam diese verschiedenen Maß­nahmen in Bezug auf Arbeitsfähigkeit und Verhaltensänderung tatsächlich sind. Nach einer Auswertung verschiedener Studien zum Thema berichten sie nun: Verhältnisför­de­rung ist am effektivsten und Verhaltensförderung ist weniger effektiv, aber trotzdem sinn­voll. Werden Maßnahmen angeboten, die beide Ansätze kombinieren, dann liegt die Wirk­samkeit in der Mitte.

„Die Gestaltung der Arbeitstätigkeit und der Arbeitsbedingungen sowie betriebliche Rah­menbedingungen sind zentral bei der Gesundheitsförderung. So kann etwa mangelnde Bewegung bei klassischen Bürojobs durch die ergonomische Gestaltung der Arbeitsum­gebung und des Arbeitsplatzes reduziert werden“, hieß es von der Jacobs University. Denkbar seien zum Beispiel variable Schreibtische, an denen die Mitarbeiter im Stehen weiterarbeiten könnten.

Allerdings sei die Frage, ob die Mitarbeiter diese Möglichkeiten auch nutzten. Die indivi­duelle Motivierung sei daher weiter gefragt. Lippke und Hessel empfehlen hierzu Work­shops zu Zeit- und Selbstmanagement, professionell angeleiteten Pausensport und in den Workflow eingebaute Bewegungseinheiten.

„Unternehmen sind gut beraten, wenn sie gesundheitsförderliche Bewegungsmöglich­kei­ten in den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter integrieren und die Verantwortung für ausrei­chen­de körperliche Aktivitäten nicht ausschließlich in den Freizeitbereich ihrer Mitar­bei­ter elegieren“, so Hessel. © hil/aerzteblatt.de

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