NewsPolitikAusbildung von Anästhesie- und Operations­technischen Assistenten soll reformiert werden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Ausbildung von Anästhesie- und Operations­technischen Assistenten soll reformiert werden

Donnerstag, 18. April 2019

/Ratthaphon Bunmi, stock.adobe.com

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will nach der Hebammen­ausbil­dung nun auch die Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) und zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) reformieren. Das geht aus einem Referenten­entwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) hervor. Die Novelle ist im Bun­desrat zustimmungspflichtig.

Man gehe an, was die Bundesländer seit mehr als zehn Jahren forderten und schaffe erst­mals einheitliche Regelungen für die Ausbildung der ATA und OTA, sagte Spahn. Bisher habe es dem BMG zufolge keine bundesweit einheitliche Ausbildung für beide Berufe ge­geben. Das solle sich nun ändern. Die Ausbildungen nach den neuen Regelungen sollen jeweils zum 1. Januar 2021 beginnen.

Anzeige

Dem Referentenentwurf zufolge soll die Ausbildung drei Jahre dauern und sich aus einem theoretischen Teil und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung an Krankenhäusern und in geeigneten ambulanten Einrichtungen zusammensetzen. Vorge­sehen ist eine staatliche Prüfung als Abschluss.

Die Auszubildenden sollen dem Willen des Ministeriums zufolge eine „angemessene Ver­gütung“ erhalten. Dafür aufkommen sollen die Ausbildungseinrichtungen. Voraussetzung für OTA und ATA soll ein mittlerer Schulabschluss sein. Möglich ist der Zugang zu dem Berufsbild darüber hinaus nach den bisherigen Planungen auch, wenn eine mindestens zweijährige, abgeschlossene Berufsausbildung nach einem Hauptschulabschluss vorliegt.

Das Ministerium betonte, dass OTA und ATA in der neuen, bundeseinheitlich gere­gel­ten Ausbildung „wichtige Kompetenzen“ im sicheren Umgang mit Patienten in einem sehr sensiblen Arbeitsumfeld erhalten sollten. „Sie erlernen beispielsweise den fachgerechten Um­gang mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und weiteren medizinischen Geräten“, schreibt das BMG. Sie würden darüber hinaus lernen, eigenverantwortliche Aufgaben in der medizinischen Diagnostik und Therapie auszuführen oder Ärzten im Anästhesie- und OP-Bereich zu assistieren.

Neben den OTA und ATA plant das Ministerium auch eine Ausbildungsreform der pharma­zeutisch-technischen Assistenten (PTA). Die PTA-Ausbildung soll weiter wie bisher zwei­einhalb Jahre dauern und mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen werden. Zuletzt waren die Regelungen 1997 reformiert worden. © may/afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. Mai 2020
Mainz − Der rheinland-pfälzische Landtag hat ein für die Vereinheitlichung der Pflegeausbildung im Land nötiges Gesetz beschlossen. Dafür stimmten gestern die Fraktionen von SPD, CDU, FDP und
Pflegeberufereform passiert Landtag in Rheinland-Pfalz
28. Mai 2020
Schwerin – In vielen Gesundheitsberufen sind die Absolventenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahrzehnt deutlich gesunken. Beendeten etwa 2010 noch 418 Krankenpflegekräfte ihre
Gesundheitsberufe: Weniger Absolventen in Mecklenburg-Vorpommern
22. Mai 2020
Berlin – Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind, können sich laut Kassenärztlicher
Krankenkassen zahlen zweimalige Masernimpfung bei Praxispersonal
22. Mai 2020
New York/Genf/ Ferney-Voltaire – Auch während der Coronapandemie reißt die Kette von gewaltsamen Angriffen gegen Ärzte, Pflegepersonal und andere Gesundheitsberufe nicht ab. Darauf weisen der
Gewalt gegen Gesundheitspersonal auch in der Coronakrise: Weltärztebund ruft zum Handeln auf
20. Mai 2020
Berlin − Beschäftigte von Charité und den Vivantes-Kliniken fordern vom Berliner Senat weiterhin mehr Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel im Kampf gegen die Coronapandemie. Außerdem gehe es
Beschäftigte an Berliner Kliniken wollen besseren Schutz
19. Mai 2020
Berlin – Fast sieben Prozent aller rund 175.000 in Deutschland erfassten Infektionen sind bei Mitarbeitenden in Gesundheitseinrichtungen aufgetreten (6,8 Prozent). Dem aktuellen Lagebericht des
Sieben Prozent aller SARS-CoV-2-Infizierten arbeiten in medizinischen Einrichtungen
14. Mai 2020
Schwerin − Mecklenburg-Vorpommern wird einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern gemäß Mitarbeitern in der Altenpflege eine Extrazahlung gewähren. Sie sei froh darüber, dass der Bund sich
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER