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Ärzteschaft

Zahl staatlicher Gewerbeärzte stark gesunken

Dienstag, 23. April 2019

/ArTo, stockadobecom

Berlin – Die Zahl der staatlichen Gewerbeärzte, die medizinische Gutachten prüfen und beurteilen, ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der angezeigten Berufskrankheiten an, wie aus einer Regierungsantwort auf Anfrage der Linken hervorgeht, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete.

Die Zahl der Gewerbeärzte ging demnach von bundesweit 109 im Jahr 2007 auf 68 im Jahr 2017 zurück. 1997 gab es den Regierungsangaben zufolge noch 158 staatliche Ge­werbeärzte. Von 2007 bis 2017 stieg die Zahl der angezeigten Berufskrankheiten zu­gleich um 23 Prozent auf rund 75.200. Die Anerkennungs­quote erhöhte sich leicht auf 26 Pro­zent im Jahr 2017.

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„Wenn es um Berufskrankheiten geht, bluten die Kontrollbehörden seit Jahren aus", kriti­sierte die Linken-Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann. „Das grenzt an vorsätzliches Staatsversagen." Der Aderlass bei den Gewerbeärzten müsse gestoppt werden, hier sei auch die Bundesregierung in der Pflicht.

Erkrankte Arbeitnehmer, die eine Anerkennung ihrer Beschwerden als Berufskrankheit erreichen wollen, müssen einen mehrstufigen Begutachtungsprozess durchlaufen. Ein Facharzt untersucht Betroffene und erstellt ein Gutachten. Gewerbeärzte, in der Regel Beamte der Bundesländer, sind an dem Prozess beteiligt. Sie prüfen und beurteilen die medizinischen Gutachten. © afp/aerzteblatt.de

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