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Medizin

Die Lebenserwartung von Arm und Reich klafft in Deutschland weiter auseinander

Freitag, 26. April 2019

/Rainer Fuhrmann, stockadobecom

Rostock – Menschen mit geringer Rente sterben in Deutschland im Durchschnitt 5 Jahre früher als sehr gut situierte Rentner. Diesen Zusammenhang berichten Forscher um Georg Wenau, Pavel Grigoriev und Vladimir Shkolnikov vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung im Journal of Epidemiology & Community Health (2019; doi: 10.1136/jech-2018-211742). Sie behaupten allerdings nicht, dass die geringe Rente die Ursache für die niedrigere Lebenserwartung ist. 

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler auf Daten der Deutschen Rentenversicherung zurückgegriffen, weil aus ihnen sowohl die Lebensdauer hervorgeht, nämlich in Form der Rentenbezugsdauer, als auch die Anzahl der erworbenen Rentenpunkte, also die Höhe der Rente. Dabei haben sie ausschließlich Daten von Männern untersucht und diese in 5 Einkommensgruppen aufgeteilt.

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Berufsgruppen, bei denen die Höhe der gesetzlichen Rente den Wohlstand und sozialen Status nicht ausreichend oder verzerrt wiedergibt, wurden in der Studie nicht berück­sich­tigt, zum Beispiel Selbstständige und Beamte. Die Forscher analysierten zudem nur die Daten von Männern, da insbesondere die westdeutschen Frauen im fraglichen Zeitraum laut den Wissenschaftler seltener berufstätig waren. Ihre teils geringen Renten würden aber oft durch höhere Haushaltseinkommen kompensiert.

Zunächst konzentrierten sich die Forscher auf das Jahr 2005. 65-Jährige mit sehr hohen Altersbezügen hatten damals eine durchschnittliche verbleibende Lebenserwartung von knapp 19 Jahren. Das unterste Einkommens-Fünftel dagegen erreichte den 80. Geburtstag in der Regel nicht mehr – ihm verblieben nach dem 65. Geburtstag im Durchschnitt knapp 15 Jahre, also 4 Jahre weniger. Bis zum Jahr 2016 vergrößerte sich dieser Unter­schied auf über 5 Jahre, während er 1997 noch bei ungefähr 3 Jahren gelegen hatte.

Zwar stieg die Lebenserwartung laut den Wissenschaftlern in allen Einkommensschich­ten. Aber während sie in der untersten Gruppe in Westdeutschland von 1997 bis 2016 lediglich um 1,8 Jahre zunahm, hat die oberste Gruppe gleichzeitig fast doppelt so viel Lebenszeit hinzugewonnen. Im Osten ist der Zugewinn der obersten Einkommensgruppe mit 4,7 Jahren ebenfalls deutlich höher als bei der untersten Gruppe mit 3 Jahren.

„Allerdings darf man nicht vergessen, dass eine kleine Rente nicht nur für einen geringen Wohlstand im Lebensabend steht, sondern auch für gebrochene Erwerbsbiografien mit schlecht bezahlten Jobs und Zeiten der Arbeitslosigkeit“, erläuterte Wenau. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #754103
Biochemie
am Montag, 29. April 2019, 10:42

Armut in unserem Deutschen Sprachraum

Hallo Leser,

der Artikel von © "hil/aerzteblatt.de" beschreibt mit Zahlen nur grob, wie man die Gesellschaft in Gesellschaftsschichten einteilen und vergleichen kann.

Im letzten Absatz, steht meiner Meinung nach das wichtigste.
Zitat:
"„Allerdings darf man nicht vergessen, dass eine kleine Rente nicht nur für einen geringen Wohlstand im Lebensabend steht, sondern auch für gebrochene Erwerbsbiografien mit schlecht bezahlten Jobs und Zeiten der Arbeitslosigkeit“, erläuterte Wenau."

Ich denke hier gibt es viele unterschiedliche Lebensgeschichten die dazu führen, das der Körper und Geist nicht mehr so funktioniert wie es gut wäre für unser Volk. Ein langes gesundes Leben und einen schnellen Tot.
So auch das Kommentar von "e.ne
am Sonntag, 28. April 2019, 13:35" das eine Lebensgeschichte beschreibt.

Was kann der Teil unserer Gesellschaft tun, um ihre Lebenssituation zu verbessern?

Ich denke da an die Wissenschaft der Psychologie, Medizin z.B. Stefanie Stahl, Joachim Bauer, usw. aus der Sicht sind die wichtigsten Grundbedürfnisse:
1. Bindung
2. Selbstbestimmung
3. Lust Befriedigung und Unlust Vermeidung
4. Selbstwert, Anerkennung

Die Menschen die noch in der Lage sind sich damit zu beschäftigen und ihr denken und fühlen zu reflektiere. Die sich also gut kennen.
Diese Gruppe kann sich in solche Situationen bringen und die Bedürfnisse befriedigen. Dieses ist für jeden wieder unterschiedlich.

Ich denke das Wissen der Psychologie, Medizin und sich selber ist für Menschen mit einer guten Rente auch wichtig. Denn nur dann kann man es für sich gut nutzen.

Das wichtigste bleibt für gute Rente oder weniger gute Rente das Körper und Geist einiger maßen funktionieren.

Wenn nicht dann wird zum Beispiel bei bestimmten Erkrankungen das Grundbedürfnis 2. die Selbstbestimmung weniger. Es kann sich dann zu weniger 1.Bindung, 3. Lustbefriedigung und Unlustvermeidung 4. Selbstwert und Anerkennung entwickeln. Das muss aber nicht sein es hängt von der Persönlichkeit der Person ab.

Grüße von Peter
Avatar #720508
e.ne
am Sonntag, 28. April 2019, 13:35

Dafür kann man was tun - als Arzt Richter etc

Es muss was mit Christentum zu tun haben, dass 30-40-jährige plötzlich tot sind, versterben ohne vorher krank gewesen zu sein. z.B. "Kunstfehler und Fehldiagnose!" Vereinbart war "Beobachtung". gemacht wurde willkürliche starke Medikamentation gegen irgendwas - was sich auf das Herz legte, woraufhin Pat an "Herzbeutelentzündung" verstarb. 41 J.
Die Rente des Mannes wurde hoch gerechnet. Die Witwe erreichte ein hohes Lebensalter. - Die ältere Tochter nun Halbwaise wechselte vom Gymnasium auf die Handelsschule, wurde Sekretärin, heiratete, Kinder, Enkel, Eigentum, ... ist inzwischen über 80. - Die "Nachkömmling" damals 3 Monate alt, kam gar nicht auf eine höhere Schule, begann mit noch nicht 14 Jahren 65 km entfernt in einer evangelischen Stadt in einem evang. Krankenhaus ihren beruflichen Werdegang. Mit 21 Jahren verliess sie das Land. 1990 kam sie wieder (42 Jahre) für nur wenige Monate in einem anderen Reg. Bez. Dort endete ihr Leben unbesehen, ungesehen 1991/92.
Die Mutter war damals eine rüstige über 80-jährige, die ihre jüngere Tochter praktisch gar nicht kannte. Die zu Hilfe angesprochenen Amt und
Behörden in der "Heimatstadt" stellten sich komplett gegen die Orts-Landesfremde. Jedes Wort zuviel. Und beendeten ihr Leben recht gewalttätig 1992-94 ff im Alter von 43-45ff Jahren. Dieselbe Stadt.
Derselbe Grund: 1948+1994 Weiterfahren/Umzug, Arbeiten in Hessen.
Das fand ich sehr auffällig. Eine Stadt verzichtet auf Neu-Zugezogene,
Flüchtlinge, Fremde, lässt sie aber auch nicht wieder gehen - steckt sie dann jeweils in irgendein Krankenhaus wo das Leben irgendwie beendet wird.. Ob sich das nun "Depression" nennt, oder "Überlastung" oder: "Was Bayern haben, das behalten sie sich!" oder: "Seit der Wende ist alles anders" Was auch immer Einheimische wähnen, deshalb kann man doch nicht Reihenweise fremde, unbekannte Menschen umbringen. So oder so.
Die Witwe wurde zwar 100 Jahre alt, aber die letzten 20 Jahre keinesfalls so wie es möglich gewesen wäre. "Sich an Witwen und Waisen vergreifen".
Das geht - in allen Ländern. Die Rente der heute 70-jährigen ist extrem gering, weil sie mit einer Berufstätigkeit bis 65 aber eigentlich bis 70-72 für sich, ihr Leben gerechnet hatte und erst mit 40 Jahren 1988 ihre 3. Ausbildung mit dem 2. Staatsexamen beenden konnte. Steine im Lebensweg und Umwege sind das Eine. Bösartige Mitmenschen, die nicht wissen, dass sie nichts wissen, darauf auch noch stolz sind "Wir (Bayern) müssen nichts wissen"! das Andere. Und das ist ja auch mehr oder weniger überall so. - Von Krankenkassenüberbelastung reden - aber Leute nur weil sie sich beruflich verändern wollen, das Land verlassen wollen - wegen Geringfügigkeiten 1969 waren es 3 Wochen Frauenklinik wegen: "Entfernung eines Cervixpolypen!" (normalerweise "von außen mit einer Schlinge) in ein Krankenhaus stecken. (Dieselbe fränk. Stadt.)
LNS

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