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Auf Bayern könnte deutlicher Anstieg demenzkranker Senioren zukommen

Dienstag, 23. April 2019

/dpa

München – In einigen Jahren werden in Bayern einer Prognose zufolge rund 340.000 de­menzkranke Menschen im Alter von mehr als 65 Jahren leben. Das geht aus dem neuen Gesundheitsreport des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicher­heit für das Jahr 2036 hervor, wie Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) am vergangenen Freitag mitteilte. Derzeit seien es rund 240.000 Betroffene.

Die Mehrzahl der Menschen mit Demenz im Freistaat lebt demzufolge nach der Diagnose zunächst im häuslichen Umfeld – und will dort auch solange wie möglich bleiben. Die Zahl pflegender Angehöriger werde auf etwa 750.000 geschätzt.

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„Die wachsende Zahl der Demenzkranken ist eine große Herausforderung für unsere Ge­sellschaft“, sagte Huml laut Mitteilung. „Sehr wichtig ist, die Selbstbestimmung und Wür­de der Betroffenen in allen Phasen der Erkrankung zu bewahren.“

Die Staatsregierung hat 2013 eine Demenzstrategie für Bayern beschlossen. Außerdem findet vom 13. bis 22. September die erste Bayerische Demenzwoche statt mit Möglich­keiten zur Information und Aktionen in allen Regierungsbezirken. „Bereits mehr als 80 Veranstaltungen wurden uns gemeldet – und wir hoffen, dass es noch deutlich mehr werden“, sagte die Ministerin weiter.

Angesichts der steigenden Lebenserwartung wird dem Gesundheitsreport zufolge im Jahr 2036 etwa eine Million Menschen 80 Jahre und älter sein. Im Moment sind es rund 720.000. © dpa/aerzteblatt.de

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