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Deutsche würden elektronische Gesundheitsakte nutzen

Mittwoch, 24. April 2019

/Wax, stockadobecom

Leverkusen – Trotz Datenschutzbedenken würden mehr als 90 Prozent der Deutschen eine elektronische Gesundheitsakte (eGA) nutzen. Dies ergab eine Onlinebefragung des Meinungsforschungsinstituts Toluna im Auftrag der pronova BKK. Nur neun Prozent der Bevölkerung lehnten demnach die Nutzung einer eGA ab.

Wie die Befragung von 1.000 Menschen ab 18 Jahren im März weiter ergab, halten 71 Prozent eine zentrale Datenspeicherung im Notfall für hilfreich. 68 Prozent begrüßen die Zeitersparnis, weil Befunde nicht erst angefordert werden müssen. 66 Prozent schätzen den besseren Informationsaustausch zwischen Ärzten und Krankenhäusern, den die virtuelle Akte ermöglicht.

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Bedenken gegen die neue Gesundheitsakte wurzeln vor allem in der Sorge um die Da­tensicherheit. Die Gefahr von Hackerangriffen betrachten demnach 64 Prozent der Be­fragten als Nachteil der Gesundheitsakte. Die Befürchtung, die Daten könnten in falsche Hände gelangen, teilt ebenfalls die Mehrheit. 61 Prozent sorgen sich darum, dass Ver­sicherungen die Daten nutzen könnten, um Tarife zu erhöhen oder Leistungen auszu­schließen.

In der elektronischen Gesundheitsakte können alle Befunde gespeichert werden. Der Patient entscheidet, welche Informationen hinterlegt werden und wer sie sehen darf. Einige Krankenkassen bieten bereits eine solche Akte an. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #755239
Wolfgang Rödle
am Donnerstag, 2. Mai 2019, 18:34

Befragungstyp bei den Ergebnissen beachten

"Trotz Datenschutzbedenken würden mehr als 90 Prozent der Deutschen eine elektronische Gesundheitsakte (eGA) nutzen."
"Dies ergab eine Onlinebefragung"

Alle Teilnehmer der Befragung sind (vermeintlich) der Technik und dem Internet schon mal nicht abgeneigt, weil sie bei einer Onlinebefragung teilnehmen. Wie sieht es mit denen aus, die einer Onlinebefragung nicht teilnehmen möchten oder es nicht können? Wie steht diese Bevölkerungsgruppe zu dem Thema?

(Danke an das DÄ für die vollständige Berichterstattung, dass es eine Onlinebefragung war!)
Avatar #768337
7l7rb0cv0n1t
am Donnerstag, 2. Mai 2019, 17:44

Zweifel an der vollständigen Aufklärung der gesetzlich Versicherten

Wurden die "Deutschen" und Nicht-Deutschen vollständig darüber informiert, wer tatsächlich noch von der Elektronischen Patientenakte profitiert? Dass u.a. der Staat einer der großen Proviteure sein wird? Welche Bedeutung diesbezüglich der EU-Datenschutzgrundverordnung zukommt? Die Patientendaten auf einem zentralen Server gespeichert werden sollen? Usw. usw.
LNS

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