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Medizin

Je mehr Omega-3-Fettsäure-hal­tige Fischmahlzeiten, desto mehr Oxylipine bildet der Körper

Mittwoch, 24. April 2019

Omega-3-Fettsäuren in Kapseln, oder in Fisch z. B. Lachs, Makrele und Hering /Dmitrii, stock.adobe.com
Besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist fettreicher Fisch aus vor allem kalten Gewässern – z. B. Lachs, Makrele und Hering. /Dmitrii, stock.adobe.com

Wuppertal – Die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren über Fisch spiegelt sich in der Menge bestimmter Botenstoffe im Körper wider. In einer Studie mit 121 Teilnehmern konnten Lebensmittelchemiker der Bergischen Universität Wuppertal einen linearen Zusammenhang beobachten (American Journal of Clinical Nutrition 2019; doi: 10.1093/ajcn/nqz016).

Einige Studien weisen darauf hin, dass sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Gesundheit auswirken könnten: Sie könnten helfen, Blutfettwerte zu senken, sind beteiligt an der Regulation von Entzündungen und beeinflussen die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Weniger gut untersucht ist hingegen der molekulare Mechanismus mehrfach ungesättigter Fettsäuren.

Die Autoren der Studie gingen daher der Frage nach, wie sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren auf die Konzentration von Oxylipinen im Blut auswirkt. Dabei handelt es sich um Signalmoleküle, die durch die Oxidation mehrfach gesättigter Fettsäuren entstehen.

Im Verlauf der Studie verzehrten gesunde Menschen ein Jahr lang Kapseln, die Eicosapentaen- (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in verschiedenen Konzentrationen entsprechend 1, 2 und 4 Portionen Fisch pro Woche enthielten. „Innerhalb ihrer Gruppe nahmen die teilnehmenden Personen immer die gleiche Menge Omega-3-Fettsäuren zu sich“, sagt Nils Helge Schebb, Leiter des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie an der Universität Wuppertal.

Nach 3 und 12 Monaten untersuchte das Studienteam die im Blut befindliche Menge an Oxylipinen. „Wir wollten wissen, wie sich das Oxylipinmuster in Abhängigkeit der Portionen verändert“, erklärt Schebb das Vorgehen.

Je mehr Fisch jemand zu sich nimmt, desto mehr Oxylipine bildet der Körper. Nils Helge Schebb, Universität Wuppertal

Nach einem Jahr konnten die Forscher einen klaren linearen Zusammenhang fest­stellen. Vereinfacht gesprochen: „Je mehr Fisch jemand zu sich nimmt, desto mehr Oxylipine bildet der Körper. Es findet entsprechend keine Regulierung der Bildung durch den Körper statt. Was aufgenommen wird, wird auch verarbeitet“, fasst Schebb zusammen. Für ein molekulares Verständnis der physiologischen Wirkung von ungesättigten Fettsäuren seien diese Kenntnisse sehr wichtig, ist Schebb überzeugt. © gie/idw/aerzteblatt.de

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Avatar #735550
rp__bt
am Mittwoch, 24. April 2019, 18:50

Und was machen "Oxylipine"?

Solange das nicht gesagt wird, ist der Artikel Unsinn.
Avatar #84314
hhhw_schmidt
am Mittwoch, 24. April 2019, 18:44

Relevanz?

Was huer manchmal als highlight verbreitet wird ist seltsam. Schon der einleitende Satz "Studien zufolge wirken sich Omega-3-Fettsäuren in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus" ist falsch. Alle großen Studien zeigen keinen Benefit. Und dann werden hier, Überraschung Überraschung, oxidierte Varianten ungesättigter Fettsäuren gemessen die mit der Aufnahme korrelieren. Was soll jetzt hieran medizinisch relevant und beachtenswert sein für Kliniker. Super Herrn Scheib, der ist überzeugt dass diese Erkennntis "sehr wichtig" sind. Erinnert mich an DIE PARTEI, die auch "sehr gut" ist. Bitte bitte, etwas selektiver vorgehen beim Wissenschaftsminister-Picking.
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