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Bayer gut ins neue Geschäftsjahr gestartet

Donnerstag, 25. April 2019

/dpa

Leverkusen – Der umstrittene Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto und brummende Pharmageschäfte haben dem Bayer-Konzern einen guten Jahresauftakt beschert. Im ers­ten Quartal 2019 zogen die Konzernumsätze um 4,1 Prozent an, wie der Dax-Konzern heute mitteilte.

Bei diesem Wert sind Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe rausgerechnet. Diese inbegriffen – also inklusive des Monsanto-Anteils – schnellte der Umsatz um 42,4 Pro­zent auf gut 13 Milliarden Euro nach oben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg sogar um 44,6 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro.

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Allerdings muss Bayer hohe Kosten schultern – einerseits für die Einbindung von Mon­santo in den Konzern, andererseits für den angekündigten Konzernumbau auch in ande­ren Bereichen. So sollen in Deutschland 4.500 Stellen wegfallen und damit jeder siebte Arbeitsplatz hierzulande, im Ausland wird ebenfalls der Rotstift angesetzt.

Solche Um­strukturierungen kosten zunächst einmal Geld – im ersten Quartal waren es knapp 400 Millionen Euro, zudem fielen wegen des Kaufs und der Integration von Mon­santo knapp 500 Millionen Euro an. Unter anderem wegen dieser Effekte schrumpfte das Konzernergebnis auf 1,2 Milliarden Euro und fiel damit mehr als ein Drittel geringer aus als im Vorjahreszeitraum.

Bayer-Chef Werner Baumann freute sich dennoch über einen starken Start ins Geschäfts­jahr. Auch das Pharmageschäft habe sich „sehr erfreulich“ entwickelt, sagte er. In der Sparte zog der Umsatz um knapp sieben Prozent auf 4,4 Milliarden Euro an.

Nicht so gut lief es in dem dritten Konzernbereich, den rezeptfreien Arzneimitteln – beim Umsatz und Ergebnis gab es rote Zahlen. Zum Verkauf steht weiterhin die Sparte Tierge­sundheit. Details zur Loslösung wurden nicht genannt – es hieß nur, dass entsprechende Vorbereitungen „im Gange“ seien. Mit einem Umsatzanteil von etwa drei Prozent ist die Tiergesundheit für Bayer nur ein Nebenstrang im Gesamtgeschäft.

Weiterhin bedrohlich sieht die Klagewelle in den USA aus, wo Menschen wegen mutmaß­licher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter Schadenersatz fordern. Die Zahl der Kläger stieg bis Mitte April auf rund 13.400, das sind 2.200 mehr als Ende Januar.

Die Zahl zieht seit August stark an, nachdem ein Geschworenengericht in den USA einem Krebspatienten hohen Schadenersatz zugesprochen hatte. Im März musste Bayer die nächste Gerichtsschlappe einstecken. Die Urteile – und wohl auch die im Raum stehen­den Summen von jeweils rund 80 Millionen US-Dollar – dürften weitere Kläger angezo­gen haben. Im ersten Verfahren gingen die Leverkusener bereits in Berufung und im zweiten Verfahren wollen sie dies noch tun - sie hoffen auf günstigere Entscheidungen von Berufsrichtern in der nächsten Instanz. © dpa/aerzteblatt.de

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