NewsÄrzteschaftKommunale Ärzte streiken in Schleswig-Holstein für bessere Arbeitsbedingungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kommunale Ärzte streiken in Schleswig-Holstein für bessere Arbeitsbedingungen

Donnerstag, 25. April 2019

/dpa

Bad Segeberg – In der Tarifrunde für die Ärzte an den Kommunalen Krankenhäusern und im Öffentlichen Gesundheitsdienst erhöht der Marburger Bund (MB) Schleswig-Holstein den Druck auf die Arbeitgeber.

Drei Tage vor der vierten Tarifverhandlungsrunde mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat die Ärztegewerkschaft einen ganztägigen Warnstreik an­gekündigt. Rund 2.000 schleswig-holsteinische Ärzte, die in kommunalen Kranken­häu­sern oder Öffentlichen Gesundheitsdiensten des Landes arbeiten, sind aufgerufen, am 29. April ab elf Uhr auf dem Kieler Rathausplatz zu streiken.

Anzeige

„Die Arbeitgeber haben durch ihre Hinhaltetaktik den Groll bei den Ärzten kommunaler Krankenhäuser und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes verstärkt“, begründet Joachim Schur, zweiter MB-Landesvorsitzender, den Streikaufruf. Statt ein handfestes, konkretes und gutes Gesamtangebot vorzulegen, hätten die Arbeitgeber bislang auf eine Ver­schleppungs­taktik gesetzt.

Mit den Warnstreiks wolle man nun dafür sorgen, dass die Verhandlungs­partner endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. „Geschieht dies nicht, werden die Arbeitsnie­derlegungen ausgeweitet“, warnt die Ärztegewerkschaft. Die entsprechende Urabstim­mung zu einem unbefristeten Vollstreik werde aktuell vorbereitet.

Der MB fordert für kommunale Ärzte eine Reform des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, verlässlich planbare Dienste, klare Höchstgrenzen sowie zwei freie Wochenenden im Monat.

Im Hinblick auf die weitere Tarifentwicklung steht eine lineare Gehaltserhöhung um fünf Prozent sowie die tarifvertragliche Gleichstellung der Ärzte im Öffentlichen Gesundheits­dienst auf der Gewerkschaftsagenda. Die vierte Tarifverhandlungsrunde startet am 2. Mai in Berlin. © hil/sb/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

29. Mai 2020
Magdeburg − Nach wochenlangem coronabedingtem Stillstand in den Tarifverhandlungen an den Ameos-Krankenhäusern haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf eine Übergangslösung verständigt. Die
Ameos: Übergangslösung im Tarifstreit
25. Mai 2020
Potsdam − Heute beginnen Tarifverhandlungen für etwa 1.700 Beschäftigte aus acht gemeinnützigen brandenburgischen Unternehmen aus der Sozialwirtschaft und Pflege. Die Arbeitnehmer forderten 6,5
Sozialarbeiter und Pfleger wollen mehr Geld
19. Mai 2020
Berlin – Die Verhandlungen zwischen dem Marburger Bund (MB) und dem Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (BG Kliniken) sollen am 3. Juni 2020 wieder aufgenommen werden. Das hat der MB
Marburger Bund und BG Kliniken wollen wieder verhandeln
7. Mai 2020
Potsdam – Das Ernst von Bergmann-Klinikum in Potsdam rechnet nach der Entscheidung zum Eintritt der Klinikgruppe in den kommunalen Arbeitgeberverband nach eigenen Angaben mit einer Mehrbelastung von
Tarifvertrag: Bergmann-Klinikum rechnet mit deutlichen Mehrkosten
21. April 2020
Berlin – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat das Verhalten einiger Klinikbetreiber in der Corona-Pandemie kritisiert. Der Gewerkschaft zufolge nutzen etliche Arbeitgeber die aktuelle
Tarifverhandlungen: MB kritisiert Verzögerungstaktik etlicher Arbeitgeber
20. April 2020
Frankfurt – „Wütend und maßlos enttäuscht“ über die hessische Landesregierung sind die Ärzte an den Universitätskliniken des Bundeslandes nach Angaben des Marburger Bundes (MB). Grund sind die
Streit um Tarifverträge an hessischen Unikliniken
31. März 2020
Berlin – Morgen tritt die zweite Stufe des im Augenblick gültigen Tarifvertrages für Medizinische Fachangestellte (MFA) in Kraft. Er sieht eine Steigerung der Tarifgehälter um zwei Prozent vor.
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER