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Ausland

EU-Kommission will gegen Falschinformationen zu Impfungen vorgehen

Freitag, 26. April 2019

/dpa

Brüssel – Angesichts der Gefahr von Epidemien und Todesfällen hat die EU-Kommission eine bessere Aufklärung über Impfungen gefordert. Zwar hielten 85 Prozent der EU-Bür­ger Impfungen für wirksam, um ansteckende Krankheiten zu verhindern, erklärte sie heu­te unter Berufung auf eine europaweite Umfrage.

48 Prozent glaubten demnach aber fälschlicherweise, dass Impfungen häufig schwere Nebenwirkungen haben. Und 38 Prozent meinten, dass sie die Krankheiten auslösen können, gegen die sie schützen sollen. „Das bedeutet, dass unsere Arbeit, die Impfab­deckung zu erhöhen und gegen Falschinformationen zu Impfungen vorzugehen, noch lange nicht beendet ist“, erklärte Vize-Kommissionspräsident Jyrki Katainen.

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Er kündigte für den 12. September einen „Globalen Impfgipfel“ in Brüssel an, der von der EU und der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO gemeinsam veranstaltet wird. Für die Eu­robarometer-Studie wurden europaweit 27.524 Menschen befragt. In Deutschland gingen demnach 46 Prozent der Teilnehmer fälschlicherweise davon aus, dass Impfungen häufig schwere Nebenwirkungen haben. Und 42 Prozent waren der Ansicht, dass Impf­stoffe die Krankheiten verursachen können, gegen die sie schützen sollen.

Angesichts des verstärkten Auftretens der Masern wird in Deutschland immer wieder über eine Impfpflicht diskutiert. Nach Brandenburg bemüht sich derzeit auch Nordrhein-West­falen um eine Masernimpfpflicht für Kindergartenkinder. Baden-Württemberg kündigte eine Prüfung an. Auch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) prüft derzeit, wie eine Impfpflicht umgesetzt werden könnte.

Katainen zufolge gab es im vergangenen Jahr 35 Tote durch Masern in der EU. Zwischen 2016 und 2017 hat sich demnach die Zahl der Todesfälle verdreifacht. In der Eurobaro­meter-Erhebung gaben in Deutschland 52 Prozent der Befragten an, dass Masern heute weiter Todesfälle in der EU verursachen. Das ist deutlich mehr als der EU-Durchschnitt von 37 Prozent. Am wenigsten Menschen glaubten dies mit neun Prozent in Spanien.

Eine Impfpflicht ist aus Sicht der EU-Kommission allerdings kein Allheilmittel zur Ein­däm­mung der Masern und anderer Infektionskrankheiten. „Zwang ist nicht die einzige Lösung“, sagte Katainen in Brüssel. „Es kann in einigen Ländern funktionieren, aber an­de­re Organisationsformen des Impfens scheinen genauso wirksam zu sein.“ Es liege allein im Ermessen der EU-Staaten, wie sie vorgehen, sagte der finnische Kommissar. Viel hänge davon ab, wie gut das Gesundheitssystem funktioniere und wie gut die Bürger informiert seien. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 2. Mai 2019, 21:39

Evidenzbasierung...

Gut gebrüllt Löwe:

https://www.ebm-netzwerk.de/aktuelles/news2019-05-02
Avatar #79783
Practicus
am Dienstag, 30. April 2019, 21:32

Impfschaden?

Vor vielen Jahren hatte ich einen Patienten, bei dem ich zufällig kurz vor einer - damals noch oralen - Poliovakzination einen sorgfältigen Ganzkörperstatus erhoben hatte. Eine danach eingetretene Parese des M. Supraspinatus der re. Schulter wurde trotz eindeutigem Zusammenhang nicht als Schaden anerkannt! Glücklicherweise bildete sich die Parese um Verlauf mehrere Jahre zurück..
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Dienstag, 30. April 2019, 18:11

Verstehendes Lesen

ist manchmal durchaus hilfreich.

Erstens ist es mir ziemlich egal, welche Medien jemand in seiner Freizeit liest, man sollte vorher nur wissen, worauf man sich einlässt. Deshalb die ergänzenden Quellen zu Epochtimes. Viel wichtiger ist das, was im nächsten Schritt passiert, ob Sekundärquellen kritiklos abgeschrieben werden, oder ob sich die betreffende Person vorher die Mühe macht, die Primärquellen zu verstehen. Und in dieser Primärquelle geht es nur um einen statistischen Zusammenhang, nicht um eine bewiesene Kausalität. Dieser Zusammenhang kann auf einen ominösen bisher unverstandenen Schutzeffekt durch Mumps und Masern deuten, kann aber auch durch statistische Artefakte und die bekannten Risikofaktoren erklärt werden. Um diese Publikation in der Diskussion um die Masernimpfung zu nutzen, muss der Beweis erbracht werden, dass die bekannten Risikofaktoren sauber berücksichtigt wurden. Dieser Beweis wurde bisher nicht erbracht. Es ist sogar zweifelhaft, ob sich MITDENKER überhaupt die Mühe gemacht hat, das Original-Abstract zu lesen. In einer derartigen Diskussion ist es nämlich üblich, die Originalquellen zu zitieren, schon als Beweis, dass man sie gelesen hat.

Zweitens sind Junk-Food und Adipositas bei Kindern aus armen Bevölkerungsschichten ein Problem der Neuzeit. Mit elementaren Fertigkeiten im verstehenden Lesen sieht man aber, dass die Probanden dieser Studie zwischen 1910 und 1950 in Japan geboren wurden. 1923 gab es das verheerende Erdbeben in Tokio, in den 30-er und 40-er Jahren war Japan im Krieg, der Wiederaufbau dauerte bis in die 60-er Jahre. Wer in der Zeit, als die Ernährungsgewohnheiten der Probanden dieser Studie geprägt wurde, zu den ärmeren Bevölkerungsschichten gehörte, hatte kein Junk-Food, sondern einfach nur HUNGER.
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 30. April 2019, 15:09

PS: Übergewicht u. sozialer Status

Kleine Korrektur zum S.Rex-Posting:

Es ist nicht so wie im Posting behauptet, dass "reiche Eltern ein Risiko für Überernährung" sind.
Da zitiere ich doch mal - zugegeben etwas genüsslich - das RKI:

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/Basiserhebung/GPA_Daten/Adipositas.pdf?__blob=publicationFile


Richtig ist: Je niedriger der soziale Status, umso mehr findet man adipöse Kinder.
(Haupt)Grund: Die futtern deutlich mehr Junkfood.
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 30. April 2019, 10:05

Das Haar in der Suppe

Nun, das "Haar an der Suppe" ist in der Regel, dass bei unliebsamen Artikeln stets die Quelle als unseriös gebrandmarkt wird. Beliebte Vorgehensweise, so auch wieder durch S.Rex.
Klar, die Epochtimes hat mitunter eine Vorliebe für etwas rechtslastige Themen, was aber nicht heisst, dass sie immer Unrecht hat und auch nicht, dass es sich um ein explizit rechtes Pressemedium handelt. Klar, der Spiegel hat Probleme mit lügendenden Journalisten (Relotius-Skandal), was NICHT heisst, dass er bei der Recherche immer falsch liegt u. absolut diskreditiert ist. Klar, die Süddeutsche feuert mit Dr. Bartens zu offensichtlich u. zu tendenziös auf Homöopathie und Heilpraktiker, trotzdem ist sie bei politischen Themen meistens hervorragend (ein HOCH!. Die TAZ habe ich früher gerne gelesen, aber nach der unfairen u. tendenziösen Berichterstattung über Homöopathie u. die Impfthematik kriegen die keinen Cent mehr von mir. Das könnte man noch seitenweise so fortsetzen.
Jetzt kommen wir zum eigentlichen dahinter steckenden medialen Problem: Da impfkritische Inhalte LEIDER in den Mainstream-Medien vermieden werden wie der Teufel das Weihwasser, hat die rechte Medienlandschaft das Thema für sich entdeckt. In ein Vakuum stößt immer etwas anderes vor. Insofern fördern die Mainstream-Medien u. die Sekptiker-gelenkte Berichterstattung in den "Qualtitätsmedien" unbewußt u. indirekt die rechte Presselandschaft u. vielleicht sogar die rechte Szene. Für diese UAW ein ironisches u. bedauerndes BRAVO!
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Montag, 29. April 2019, 22:50

Das Haar in der Suppe

Wer sein Wissen ausschließlich aus Sekundärquellen bezieht, läuft in Gefahr, dass wesentliche Details übersehen werden. So auch in dem aktuellen Beispiel, wo sich MITDENKER auf die Aussagen von Epochtimes auf die angeblich protektive Wirkung von Masern und Mumps auf kardiovaskuläre Ereignisse verläßt.
Hier erst einmal die Originalquelle:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26122188

Leider ist der Artikel hinter einer Paywall versteckt, aber schon der Abstract wirft einige Fragen auf. Fangen wir damit an, es wurden japanische Frauen und Männer um 1990 in diese Studie einbezogen, sie waren damals zwischen 40 und 80 Jahre alt, das entspricht einem Geburtsjahr zwischen 1910 und 1950. Damit haben alle Probanden ihre Kindheit in der Zeit vor der Einführung der Impfung verbracht. Die Nachbeobachtung wurde bis 2009 durchgeführt, die Veröffentlichung der Arbeit erfolgte 2015. Bei der im Abstract aufgeführten Hazard ratio fällt auf, dass die „Effekte“ bei Mumps stärker ausfallen als bei Masern (so ist die Hazard ratio bei Männern „ with mumps only had 0.52 (0.28-0.94) for total stroke and 0.21 (0.05-0.86) for hemorrhagic stroke“).

Was sagt und das? Masern sind deutlich ansteckender als Mumps, die Basisreproduktionsrate R0 ist bei Masern 12-18, bei Mumps dagegen nur bei 4-7.
http://www.assis.it/wp-content/uploads/2016/01/crude-herd-immunity.pdf

Das wiederum bedeutet, es besteht ein dringender Verdacht, dass es in der Zeit vor der Impfung einen Zusammenhang zwischen sozialem Status der Eltern und der Erkrankungswahrscheinlichkeit gegeben hat. Gerade bei Mumps mit einer etwas geringeren Infektiosität dürfte dieser Zusammenhang stärker sein als bei Masern. Die Konsequenz heißt, bei reichen Eltern hatten die Kinder weniger Kontakte mit dem „gemeinen Volk“, somit eine geringere Mumpsprävalenz. Gleichzeitig bedeuten reiche Eltern ein höheres Risiko für Überernährung. Die wichtigsten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse sind nun einmal Alter (dürfte hier keine Rolle spielen), Rauchen (schwer beurteilbar in Bezug auf sozioökonomischen Status) und Ernährung/Übergewicht (in Japan in der Nachkriegszeit sicher assoziiert mit sozioökonomischem Status). Im Abstract fehlt ein Hinweis auf den sozialen Status der Eltern als möglicher Risikofaktor. Die zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Daten sprechen für einen statistischen Zusammenhang, nicht für eine Kausalität. Als Totschlagargument in der Diskussion um die Masernimpfung ist diese Studie jedenfalls nicht geeignet.

PS: In bestimmten Kreisen ist Epochtimes als Informationsmedium sehr beliebt. Wer wissen möchte, was es mit dieser Quelle auf sich hat, sollte ggf. folgende Beiträge lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Epoch_Times
https://www.zeit.de/2017/38/epoch-times-afd-alternativmedium
https://www.fischundfleisch.com/iris123/wer-steht-hinter-epoch-times-49664
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 29. April 2019, 10:24

marchandische Verharmlosung geht weiter

Mit "supergescheiten" Skeptiker/GWUP-Worthülsen wie "whataboutism" kommt man nur wirklich nicht weiter. Ich hab Mr. Marchand nur auf die Frage geantwortet, er wisse nicht über die Schwere von Impfschäden Bescheid. Und das ist nun wirklich simpel, wenn ich so etwas nicht weiß, frage ich Betroffene (bzw. lese deren Berichte oder die Gerichtsurteile).
Bezüglich der KIGGS-Studie gibt es ganz andere Auslegungen, aber die spare ich mir, sonst diskutieren wir hier in 2 Jahren immer noch das Gleiche. Nur ABSCHLIESSEND zu den Impf-Nebenwirkungen:

"Ebenfalls nicht ignoriert werden darf hier, dass in Deutschland in den letzten 5 Jahren mindestens 2 Kinder nachweislich und vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht an der MMR-Impfung verstorben sind (Mentzer 2016) - weitere, dem PEI gemeldete Todesfälle nach MMR-Impfung konnten aufgrund unvollständiger Daten in ihrem Zusammenhang zur Impfung nicht abschließend beurteilt werden."

Quelle:
http://impf-info.de/die-impfentscheidung/die-diskussion-%C3%BCber-die-impfpflicht/272-die-trumpisierung-der-impfdiskussion.html

Das heisst nicht anderes als Folgendes: Wenn die Impfpflicht kommt, machen wir das folgendermaßen: Mein Kind soll gegen meinen Willen geimpft werden. Mein Rechtsanwalt setzt ein nettes Schriftstück auf, in dem auf diese Todesfälle u. andere schwere Nebenwirkungen verwiesen wird und ich verlange dann eine korrekte Impfaufklärung, in der auf solche möglichen Nebenwirkungen verwiesen wird. (Das ist wohl auch jetzt in den meisten Fällen nicht der Fall. Ist bloß den Eltern noch nicht so richtig aufgefallen.) Wenn nicht - wäre das keine korrekte Aufklärung, wenn was passiert - wäre das übel für mein Kind und meine Familie, dann kommt mein Rechtsanwalt. Und geimpft wird nur wenn der Arzt unterschreibt, dass er haftet, wenn diese eintreten sollten. Letzteres müßte man mal noch genauer ausformulieren, bin ja kein Volljurist. Dann schaumermal...
(Kann der impfende Arzt ja locker machen, denn nach marchand und vielen anderen wahnsinnig gut informierten Zeitgenossen passiert ja - nix)
Avatar #767858
Chb1612@aol.com
am Sonntag, 28. April 2019, 22:07

Sachliche Argumente gegen die Impffplicht versus Alarmismus auf Seiten der Befürworter



Als Arzt und Kammermitglied ist es für mich schon etwas befremdlich, wenn der Radiologe Montgomery in der öffentlichen Debatte für die Impfpflicht eintritt, während die Experten des RKI sich dagegen aussprechen. Vielleicht sollten manche Funktionäre auch mal die sehr sachliche und evidenzbasierte Stellungnahme der DEGAM lesen. Dann bliebe uns vielleicht auch die etwas peinliche Tatsache erspart, dass uns der Vorsitzende des Ethikrates als Theologe (!) die falschen medizinischen Prioritäten und die Aufgeregtheit der Debatte zu Recht vorwirft. Die DEGAM und der Ethikrat weisen auch zu Recht auf die Probleme bei der Umsetzung der von unseren Funktionären oft recht unüberlegt geforderten Impfpflicht hin. Diese Umsetzung dürfen natürlich wir Ärzte an der Basis und nicht die Funktionäre ausbaden. Wir sollen dann militante Impfgegner (unter Polizeischutz ?) zwangsimpfen. Was das für das Vertrauensverhältnis zu unseren Patienten bedeutet, kann sich jeder leicht ausmalen, von Aggressionen und eventuell sogar Tätlichkeiten empörter Patienten mal ganz abgesehen. Liebe Funktionäre: schon die alten Römer warnten: quidquid agis, prudenter agas, et respice finem.....
Avatar #90061
marchand
am Sonntag, 28. April 2019, 20:14

oh ja, fragen wir die Eltern

Whataboutism ist bloß Ablenkung.

Aber ja, fragen wir doch mal die Eltern. Hat KiGGS getan bei 17.641 Probanden.
"Die Frage lautete: „Hat Ihr Kind eine Impfung schlecht vertragen?“ Wurde die Frage bejaht, wurde um Nennung der Symptome und der betreffenden Impfung(en) gebeten und danach gefragt, ob ein Impfschaden anerkannt worden sei."
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Impfsicherheit/Impfnebenwirkungen_Kinder_Jugend_01.pdf?__blob=publicationFile

Lohnenswerte Lektüre, dürfte allerdings nicht ganz Ihren Erwartungen entsprechen.

Ach ja, nur weil es Thema war:
"Bei zwei Kindern mit Impfnebenwirkungen waren diese nach Elternangaben amtlich als Impfschaden anerkannt worden. In beiden Fällen war nach einer BCG-Impfung ein Abszess an der Vakzinationsstelle aufgetreten"
Avatar #759489
MITDENKER
am Sonntag, 28. April 2019, 16:46

mutwillige Sabotage der individuellen und öffentlichen Gesundheit??!

Nicht Weinen marchand, "die öffentliche Gesundheit" ist durch ein paar Kommentare keineswegs in Gefahr, da gibt es ganz andere Einflußgrößen u. reale Gefahren (Über- und Fehlbehandlung, Kunstfehler, Gyrashemmer-Verschreibung, zu viele Operationen, zu viel Chemotherapie, Pfleger die hunderte von Senioren aus Jux und Tollerei umbringen, Fehl- und Überernährung, vernachlässigte toxische Einflüsse (Pestizide, Schwermetalle, endokrine Disruptoren etc.), Mikroplastik im Essen, schwere Nebenwirkungen diverser Medikamente ohne Ende, die Liste liesse sich noch weiter ausdehnen. DA könne ich weinen, es ist ein Trauerspiel.
Die "wir die Schwere eines Impfschaden nicht kennen"..., fragen sie mal die Impfschadenopfer u. deren Eltern, die kennen die Schwere ganz genau oder nehmen wir einfach die bekannten und gerichtlich festgestellten Impfschäden und multiplizieren wir mal ca. 20, dann hat man eine Orientierung. Wie häufig diese genau sind überlasse ich Wissenschaftlern, die entsprechende Studien anfertigen. Einfach mal auf der Seite von Dr. Rabe (der hier auch geschrieben hat) nachblättern, das ist schon mal ein Einstieg. Weiter Infos darüber lesen sich auch nicht gerade prickelnd:

http://healthimpactnews.com/2019/side-effects-of-the-measles-vaccine-include-brain-damage-and-death/

Und was mich da immer ärgert: Artikel wie der hier zitierte oder die Seite von Dr. Rabe beziehen sich bzw. ZITIEREN FAST AUSSCHLIESSLICH OFFIZIELLE und anerkannte QUELLEN (FDA, CDC, Herrn Aaby, Studien aus pubmed etc.), aber wenn man das macht, ist man ein Impfgegner und Saboteur. Anstatt anhand dieser Quellen zu sagen: "Ok, Danke für den Hinweis, es ist dramatischer als ich dachte" wird nur weiter verdrängt und verharmlost und auf angebliche Impfgegner - gerade wieder in der öffentlichen Diskussion - eingedroschen. Da stimmt doch etwas nicht - oder?
Avatar #697338
Dr. Steffen Rabe
am Sonntag, 28. April 2019, 13:53

Fake News

DIE Publikation der deutschen Ärzteschaft käut kritiklos politisch motivierte fake news wieder:
Es gibt kein "verstärktes Auftreten der Masern in Deutschland" - nicht über die letzten Jahre und auch nicht in diesem Jahr!
Die offiziellen Zahlen des RKI: HIER - https://www.impf-info.de/die-impfentscheidung/die-diskussion-%C3%BCber-die-impfpflicht/272-die-trumpisierung-der-impfdiskussion.html
Avatar #90061
marchand
am Sonntag, 28. April 2019, 13:23

in keinster Weise

In keinster Weise versuche ich Impfschäden zu verharmlosen. Was ich primär getan habe, ist die Wahrscheinlichkeit eine Schädigung durch die Erkrankung ins Verhältnis zu setzen zur Wahrscheinlichkeit, einen schweren Schaden durch die Impfung zu erleiden. Daß Sie sich daran festbeißen, daß ich angemerkt habe, daß wir die Schwere eines Impfschaden nicht kennen und den eigentlichen Punkt, Impfschäden sind selten (siehe Zahlen weiter vorn), ignorieren, spricht für sich.

Ich lache nicht mehr, ich weine ob solcher mutwilligen Sabotage der individuellen und öffentlichen Gesundheit wie hier in den Kommentaren demonstriert.
Avatar #759489
MITDENKER
am Sonntag, 28. April 2019, 09:13

Infektionsschutzgesetz Impfschadenanerkennung

Ist doch eigentlich klar, §60 spricht von einer "über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung". Wenn irgendwelche impfkritischen Seiten (Quelle war nicht angegeben) etwas anderes erzählen, kann das bedürfnisabhängige Wahrnehmung bzw. "Schmarrn" sein. Wenn man sich die Art der Impfschäden anschaut, die dieser Rechtsanwalt auflistet (siehe unten), wird deutlich, dass es sich nicht um vorübergehende Probleme handeln kann: Hirnschäden, Epilepsie etdc. Was auch logisch ist, denn das ganze geht in Richtung "Behinderung" (die durch die Impfung verursacht wurde), nur dann kann der Staat rechtfertigen dem Geschädigten dauerhaft öffentliche Gelder zur Vergügung zu stellen.
https://www.anhaltspunkte.de/rspr/urteile/L_9_VE_25.14.htm

Dass das Ganze kein Spaziergang ist, wird hier deutlich:

http://www.rechtsanwaelte-kirchen.de/index.php/aktuelles/urteile/18-impfschaden-nach-ca-35-jahren-endlich-anerkannt

Zitat daraus: "Die Kammer kommt daher zum Schluss, dass die zweite Quinto-Virelon-Impfung bei der Klägerin zu erheblichen Impfkomplikationen und zu einem dauerhaften Impfschaden durch Verursachung einer mentalen Behinderung geführt hat".

Auch hier wird wieder der DAUERHAFTE Aspekt heraus gearbeitet.

Ebenfalls hier:
"Die Vorschriften des IfSG verlangen für die Entstehung eines Anspruchs auf Versorgungsleistungen die Erfüllung mehrerer Voraussetzungen. Es müssen eine unter den Voraussetzungen des § 60 Abs. 1 Satz 1 IfSG - u.a. z.B. öffentliche Empfehlung durch eine zuständige Landesbehörde - erfolgte Schutzimpfung, der Eintritt einer über eine übliche Reaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung, also eine Impfkomplikation, sowie eine dauerharfte gesundheitliche Schädigung, also ein Impfschaden, vorliegen (siehe zur abweichenden Terminologie in der Rechtsprechung des BSG nach dem BSeuchG, wonach als Impfschaden die über die übliche Impfreaktion hinausgehende Schädigung, also das zweite Glied der Kausalkette, bezeichnet wurde: BSG Urteile vom 19. März 1986, 9a RVi 2/84 sowie 9a RV 4/84, zitiert nach juris). "
Quelle: https://www.anhaltspunkte.de/rspr/urteile/L_9_VE_25.14.htm

Insofern Fazit: marchand versucht die Impfschäden zu verharmlosen u. versucht den Eindruck zu erwecken, in Deuschland würde "Kleinkram" als Impfschaden anerkannt. Es darf gelacht werden.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Samstag, 27. April 2019, 23:06

Warnung an Ärzte: Sie könnten abgeschafft werden

SB 276 (State Bill 276 in Kalifornien) -- reißt Medical Exemptions (Impf-Ausnahmen) aus der Entscheidungshoheit von Ärzten und verstaatlicht sie. Sie sagen, na und? Ärzte sind teure Arbeitskräfte. Schön wäre es, wenn man sie nicht mehr bräuchte. Arztassistenten o.ä. könnten Ärzte ersetzen, damit um so mehr Geld für teuere Medikamente, Behandlungen, Impfungen usw. freigesetzt werden. Vorsicht, Sie sind auf den besten Weg, abgeschafft zu werden: https://www.youtube.com/watch?v=GO1pHbdXu0Y
Avatar #687997
Pro-Natur
am Samstag, 27. April 2019, 22:45

@marchand

Weitere Falschinformationen von Ihnen verbreitet:
“Merck is the only pharmaceutical giant licensed to produce and sell the measles vaccine called Prodquad and theMMR II (also used for the measles, mumps and rubella) and Varivax, a vaccine for the chicken pox. According to Lam, all three vaccines combined amounted to more than $1.4 billion in sales profits for Merck in 2014. The controversial HPV vaccine, Gardasil also brought in $1.7 billion in profits for Merck. “While a spokesperson for Merck told The Atlantic that vaccines remained one of its key areas of focus — it generated $5.3 billion in sales in 2014 — she did not comment on the profit margins” Lam wrote. Of course the Merck spokesperson would not comment on the profitability of vaccines because Merck would expose itself to more controversy. Analysts say that the profit margin is “between 10 to over 40 percent.”

This is not intended to speak to efficacy or links to other conditions, but vaccines are highly profitable. “The CDC is a subsidiary of the pharmaceutical industry. The agency owns more than 20 vaccine patents and purchases and sells $4.1 billion in vaccines annually. Congressman Dave Weldon has pointed out that the primary metric for success across the CDC is how many vaccines the agency sells and how successfully the agency expands its vaccine program — regardless of any negative effects on human health.”

Robert F Kennedy, Jr
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 22:33

§ 60 IfSG

Das Infektionsschutzgesetz definiert den Impfschaden wie folgt:

"Die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung; ein Impfschaden liegt auch vor, wenn mit vermehrungsfähigen Erregern geimpft wurde und eine andere als die geimpfte Person geschädigt wurde"
(§2 Abs 11 IfSG)

Auch der Blick in den §60 IfSG lohnt sich.
https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__60.html

Im IfSG wird nur von einer gesundheitlichen Schädigung gesprochen, nicht von einer dauerhaften. (So wie es auch in dem von Ihnen verlinkten nationalen Impfplan im von mir zitierten Abschnitt gesagt wird).

Auf einer impfkritischen Seite, die sich dies zum Thema gemacht hat, sind übrigens auch vorübergehende, aber mehrere Wochen lang anhaltende Arthralgien und Meningitis ohne Dauerschaden als anerkannte Impfschäden aufgezählt (willkürlich gewählte Beispiele für den Aspekt "nicht dauerhaft").
Avatar #759489
MITDENKER
am Samstag, 27. April 2019, 21:55

Cherry picking - geht nicht ohne :-)

Es wird immer gepickt, da niemand einen totalen Überblick über alle wissenschaftl. Studien hat, nicht einmal eine Meta-Studie (die auch nur cherry pickt) kann das leisten.
Kurze Antwort(en):
Dazu: " Die formale Anerkennung eines Impfschadens lässt zunächst keinen Rückschluss auf die Schwere der Schädigung zu, auch nicht, ob es sich um einen vorübergehenden Impfschaden, oder eine Impfkomplikation mit einer bleibenden Beeinträchtigung handelt. "
ist zu sagen, dass das sachlich falsch ist; wer so gscheit argumentiert sollte sich rechtlich etwas besser auskennen. Bin zwar kein Jurist, aber der Versuch einer juristischen Erhellung des Sachverhalts:
"Es müssen eine unter den Voraussetzungen des § 60 Abs 1 Satz 1 IfSG – u.a. z.B. öffentliche Empfehlung durch eine zuständige Landesbehörde – erfolgte Schutzimpfung, der Eintritt einer über eine übliche Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung, also eine Impfkomplikation, sowie eine – dauerhafte – gesundheitliche Schädigung, also ein Impfschaden, vorliegen2."

Man beachte das Wort "DAUERHAFT". Ist eigentlich logisch, denn wenn das Problem vorübergehend wäre, warum sollte der deutsche Staat dafür etwas bezahlen? Und logisch ist auch ein schwerwiegender Impfschaden, sonst bräuchte es auch keine Rente/Entschädigung.

Mag sein, dass die Impfungen jetzt besser verträglich sind als in den 90er-Jahren, aber was soll der Vergleich, ich habe den Bereich von 2005-2009 genommen.

Masernrechnerei: Da müßte ich erst einmal nachrechnen, geht jetzt nicht auf die Schnelle (man muß ja auch mal Feierabend machen); ich nehme der Einfachheit einige der schweren Komplikation/Impfschäden der MMR-Impfung aus den USA (nur von einer Rechtsanwalts-Kanzlei), die nahelegen, dass die Schätzung am Ende Ihres Textes daneben liegen dürfte:

https://www.mctlaw.com/vaccine-injury/cases/

https://www.mctlaw.com/101-million-dollar-vaccine-injury-mmr/

Ferner:
"Eine nicht seltene Nebenwirkung der Impfung ist eine Hirnhautentzündung (Meningitis). Da die Masernimpfung weltweit in der Regel als Masern/Mumps/Röteln-Impfung verabreicht wird, ist es schwierig, hier das isolierte Risiko der Masernkomponente zu erfassen, ein eindeutigerer Zusammenhang besteht hier zur Art des verwendeten Mumps-Virustyps. Das höchste Risiko besteht hier für den in deutschen Impfstoffen derzeit nicht verwendeten Urabe-Stamm - hier ist das Risiko um den Faktor 14 erhöht; der in Deutschland verwendete Jeryl-Lynn-Impfvirustyp ist nach derzeitigem Kenntnisstand mit nur einem gering (Magdzik 2002) oder gar nicht erhöhten Meningitis-Risiko verbunden (Jefferson 2003)."
Na immerhin kommt da etwas Beruhigung auf :-)
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 20:16

cherry picking

Aus dem verlinkten Dokument:
"Von 2005 - 2009 wurden insgesamt 1036 Anträge auf Anerkennung von Impfschäden gestellt. Gleichzeitig wurden 169 Anträge in diesem Zeitraum mit der Anerkennung eines Impfschadens abgeschlossen. Die formale Anerkennung eines Impfschadens lässt zunächst keinen Rückschluss auf die Schwere der Schädigung zu, auch nicht, ob es sich um einen vorübergehenden Impfschaden, oder eine Impfkomplikation mit einer bleibenden Beeinträchtigung handelt. Die Anzahl der in Deutschland gestellten Anträge liegt im Mittel jährlich bei 207, die der Anerkennungen von Impfschäden bei 34. Sowohl Antragsstellungen als auch Anerkennungen haben dabei in diesem Zeitraum tendenziell eher zugenommen. Die Zahlen müssen vor dem Hintergrund gesehen werden, dass beispielsweise 2008 fast 45 Mio. Impfdosen allein zu Lasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) abgerechnet und verimpft wurden."
Kein Rückschluß auf die Schwere. Kein Rückschluß auf vorübergehend oder nicht.
und ein weiteres Zitat daraus:
"Tabelle 5-3 zeigt beispielhaft die zwischen 2005 und 2009 anerkannten Impfschäden differenziert nach Impfungen bzw. Impfkombinationen (Daten hierzu waren nur in 7 Ländern verfügbar). In diesem Zeitraum sind von den insgesamt 104 Fällen die meisten Schadensfälle bei Impfungen gegen FSME (20 Fälle/18,9 %), Influenza (11 Fälle/10,4 %) und DTaP-Hib-IPV+Hepatitis B (9 Fälle/8,5%) aufgetreten. In einer Auswertung des Beobachtungszeitraums 1990 bis 1999 (9) haben vor allem Impfungen gegen Pocken (64,7 %), Polio (OPV und IPV 8,1 %) und BCG (6,6 %) zu Impfkomplikationen geführt. Diese Impfungen sind nicht mehr auf dem Markt oder wurden durch verträglichere Impfstoffe ersetzt und werden zum Teil auch von der STIKO seit längerem nicht mehr empfohlen (Pocken, BCG). Somit sind die Anteile der Komplikationen bei Impfungen, welche aktuell durch die STIKO empfohlen werden, im Vergleich zu den 1990-er Jahren deutlich gesunken. Eine Ableitung des Schweregrades der Impfschäden lässt sich hierdurch allerdings nicht vornehmen. Detaillierte Aufstellungen hierüber liegen nicht vor."

Nehmen wir mal die von Ihnen genannten Masern. Im Zeitraum 2005-2009 wurde ein Impfschaden wegen Masern in Deutschland anerkannt. Laut RKI gab es im Zeitraum 2001-2012 15 Todesfälle aufgrund von Masern was einer Letalität von 1 Todesfall pro 1000 Masernfälle entspreche. Hinzu kommen noch die schweren Verlaufsformen (Pneumonien, Enzephalitiden), die nicht letal geendet sind.
Von den 2008 geborenen Kindern (682.514) sind 550.125 (knapp 81%) anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten eingeschlossen worden in eine Studie zur Maserimpfung bei Kindern bis zu zwei Jahren. https://www.versorgungsatlas.de/fileadmin/ziva_docs/43/Bericht_Masernimpfung.pdf
472.183 Kinder erhielten mindestens eine Impfung (85,8%). Da in diesem Zeitraum 59,8% die zweite Impfung erhielten, kommen 328,975 Impfdosen hinzu. Macht 801,158 Impfdosen für einen Geburtenjahrgang. Konservative 800.000 Impfdosen pro Jahr (geringer als die vertragsärztlich abgerechnete Zahl und nicht über Impflinge, die älter als zwei Jahre sind, berücksichtigend) mal 5 Jahre (für 2005 bis 2009) ergibt 4 Millionen. Das heißt wir haben einen Impfschaden unbekannter Schwere auf 4 Millionen (und mehr) Impfungen.

Danke, aber ich nehme die Impfung.
Avatar #759489
MITDENKER
am Samstag, 27. April 2019, 19:03

Definitionsfrage

Klar, "häufige NW" ist eine Definitionsfrage. Ich würde nicht sagen "häufig" (das sagt der Artikel); müßig sich darüber zu streiten. Gemeint ist wohl "häufiger als gedacht" bzw. "häufiger als immer erzählt". Wenn ich einen Artikel verlinke heisst es nicht, dass ich zu allem was drin steht zu 100% JA sage. Es reichen einige interessante Aspekte, wie z.B. die Antwort des Hildesheimer Gesundheitsamtes oder was im „Atherosclerosis Journal“ stand. Aber das scheint hier niemand zu beeindrucken, man sucht nur etwas zum Meckern.

Die Frage ist letztlich die nach einer einigermaßen korrekten Risikoabschätzung: IMPFEN - NICHTIMPFEN. Da das nicht wirklich funktioniert, wird herum gestritten und es herrscht ausgeprägtes "Lagerdenken" und der "Feind" soll klein gemacht werden.
Kleiner kalkulatorischer Versuch meinerseits: Die Risiken von Erkrankungen wie z.B. Masern sind einigermaßen bekannt (ca. 0,5 bis 1 Todesfälle pro Jahr in Germany - oft keiner plus einige stärkere Verläufe). Und die von Impffolgen? Nehmen wir mal folgende Fakten:
http://www.gesunde.sachsen.de/download/Download_Gesundheit/Nationaler_Impfplan.pdf
Hier wird ausgeführt: Anzahl der Anträge auf Impfschaden-Anerkennung 2005-2009: 1036 Fälle: Anzahl der anerkannten Impfschäden 2005-2009: 169 Fälle in 4 Jahren. Bei einem Underreporting von ca. 5% (lt. Paul Ehrlich Inst. bzw. RKI) das Ganze mal 20 = 20720 Verdachtsfälle und anerkannte Fälle: 3400. 3400 schwere Fälle in 4 Jahren in Deutschland (bezogen auf alle Impfungen), die so starke Beeinträchtigungen haben, dass das Versorgungsamt eine Rente zahlen würde, heftig oder? Evtl. nicht "häufig", aber zu oft u. bedenklich und traurig. Von "sehr selten" dürfte dann keine Rede mehr sein...
Also nehmen wir den Faktor 20 bzw. die 3400 schweren Fälle innerhalb von 4 Jahren -, wenn man wüßte wieviel davon auf die Masernimpfung entfallen u. würde diese schweren Impffolgen-Erkrankungsfälle mal 20 nehmen - dann könnte man besser abwägen. Nun ist die Masernimpfung noch eine von denjenigen, die vergleichsweise nicht allzu viele u. allzu heftige Nebenwirkungen nach sich zieht (wer weiß das schon so genau, von daher KONJUNKTIV) ist der Faktor 20 wohl problematisch - andere Impfungen haben da mehr (also z.B. bei FSME oder HPV dann Faktor 30 ?).
Wie dem auch sei, die Impffolge-Erkrankungen werden massiv unterschätzt, u. deshalb gibt es Impfkritiker, Ärzte für individuelle Impfentscheidung und auch Impfgegner. That's it.

Spannend auch, dass man nirgends die deutschen Fälle nach 2009 findet; warum wohl?
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 15:17

Hat wer behauptet?

Da hat wohl wirklich jemand Probleme mit Definitionen.
Daß "häufige schwere Nebenwirkungen" nicht den Tatsachen entspricht ist nicht gleichbedeutend mit "keine". Selten und sehr selten sind nun einmal eben genau das.
Avatar #759489
MITDENKER
am Samstag, 27. April 2019, 15:12

Resultate National Vaccine Injury Comp. Program

PS:
Beeindruckend:

https://www.myvaccinelawyer.com/about-us/notable-settlements

Z.B. Tennessee Vaccine Injury Case Results:

$ 271,544 for a Tennessee man who suffered from chronic inflammatory demyelinating polyneuropathy (“CIDP”) after a flu vaccine.

Aber natürlich ist das alles Schmarrn, die Richter, die Rechtsanwälte, die Gutachter, alle irren. Es gibt ja keine schweren Impf-Nebenwirkungen (Vorsicht: Ironie).
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 15:09

Ist die Definition einer Epidemie nicht bekannt?

Nein, Polio ist nicht ausgerottet. Aber wir haben keine großen Epidemien mehr wie zuletzt in den 50ern.
Die Zahl der Erkrankungsfälle hat sich drastisch reduziert nach Einführung der Impfung von knapp 10.000 in der BRD 1952 oder knapp 5.000 1961 auf Zahlen im niedrigen zweistelligen, später sogar einstelligen Bereich. In Deutschland gab es keine Infektion mit Poliomyelitis mehr seit 1990, nach Deutschland importierte Fälle wurden zuletzt 1992 registriert laut RKI.
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 14:55

ein Beispiel für informierte, kritische Mitmenschen

Weshalb ich Ärzte ohne Grenzen erwähne? Weil sie definitiv nicht in der Tasche von Big Pharma stecken und sehr pragmatisch sind. Die impfen nicht wegen der Pharmaindustrie, sondern weil es sich lohnt. "Ärzte ohne Grenzen" hat aus gutem Grund große Impfprogramme, die sie mit viel Aufwand umsetzen.
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 14:51

soviel zu Falschinformationen

Polio durch OPV betrifft in etwa 1 in um die 3 Millionen Impfungen (mit einer Range von 1:1,4Mio bis 1:5,9 Mio) und ist quasi nie die paralytische Form; außerdem ist kein Fall einer Übertragung bekannt. Man vergleiche das mal mit der Poliomyelitisinzidenz und der Zahl mit manifestem Krankheitsverlauf und Postpoliosyndrom.

IPV ist seit Minimum 40 Jahren nicht mehr mit SV40 kontaminiert, wahrscheinlich sogar länger und selbst für die Menschen, die vor etwa 60 Jahren SV40-haltige Impfstoffe erhalten haben, ließ sich kein Zusammenhang von SV40 und erhöhtem Krebsrisiko nachweisen. Akute schlaffe Myelitis durch IPV? Haben Sie da irgendwelche Daten oder ist das nur ihrer Phantasie entsprungen?

"Impfmasern" sind eine milde masernartige Reaktion, im wesentlichen ein Hautausschlag, manchmal Fieber, selten erkältungsartige Symptome und nicht vergleichbar mit echten Masern und außerdem nicht übertragbar.

Für einen Herpes-zoster nach Varizellenimpfung gibt es einige wenige Fallberichte und in der Shingles Prevention Study wurde in den wenigen Fällen, in denen ein Zoster nach Impfung auftrat ein Wildtyp gefunden.
Avatar #759489
MITDENKER
am Samstag, 27. April 2019, 14:20

Gut informierte Bürger lachen Impfmaximalisten aus

@marchand:
Der Begriff "Verschwörungstheorie" wird gerne verwendet um jegliche kritisch-skeptische Diskussion im Keim zu ersticken. Gähn. Allmählich merkt man es. Wo soll da eine "Verschwörung" im verlinkten Artikel erwähnt worden sein? Und was ist eine "Verschwörung". Ist nichts anderes als das eine Gruppe von Personen einen Plan hat, den der Rest der Welt nur schwerlich mit bekommt. Das nennt man z.B. Geschäftsgeheimnis oder "top secret" etc. Sogenannte "Whisteblower" lassen dann so manche "Verschwörung" auffliegen.
Dass Pharmafirmen sich "verschwören" um Nebenwirkungen nicht auffliegen zu lassen ist ein alter Hut u. kommt immer wieder vor (Vioxx, Contergan, Lipobay etc.). So natürlich auch bei den Impf-Nebenwirkungen, warum sollte es da anders sein? Da spielt sogar das CDC mit. Dass angeblich intelligente u. skeptische Zeitgenossen wie marchand das nicht checken, ist schon peinlich. Der Beleg ist einfach, man schaue z.B. mal in die USA, dorte wurden vom National Vaccine Injury Compensation Program bereis über 4 Milliarden $ für schwer geschädigte Impf-UAW-Opfer - nach Gerichtsurteilen u. Gutachterprozessen - ausbezahlt. Klar, für "Rötungen an der Einstichstelle" (Achtung Ironie). Allein dieser Kollege hat ca. 20 Millionen $ im letzten Jahr für seine Klienten heraus geholt:

https://www.myvaccinelawyer.com/vaccine-types/other-vaccines

Gegen "Ärzte ohne Grenzen" hab ich nichts gesagt, also was soll das Thema hier? Die unterstütze ich jährlich mit (m)einem Beitrag.

Das: "Ja, ein wunderbares Beispiel ist die Poliomyelitis - kurz nach Einführung der Impfung endeten die Epidemien" ist einfach falsch. Die Epidemien endeten nicht, siehe hier:
http://impf-info.de/die-impfungen/kinderlaehmung/107-kinderlung-die-erkrankung.html

Außerdem dürfte sich inzwischen nun doch herum gesprochen haben, dass die Impfungen vor allem in Europa wenig zum Rückgang der Erkrankungen beigetragen haben. Bei allen Erkrankungen gingen die Zahlen schon vor der Impfung megadeutlich zurück (danach eher wenig), ein überdeutliches Beispiel hier:

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/files/2013/05/Polio-Impfung-e1368811361938.png

Natürlich verdient Big Pharma prozentual mehr an Krebsmedikamenten oder an Psychopharmaka, aber die paar Milliarden weltweit sollte man nun doch nicht "kleinreden".
Avatar #687997
Pro-Natur
am Samstag, 27. April 2019, 13:53

Entschuldigung aber Ihr Beitrag enthält Falschinformationen

Masernimpfung -> Impfmasern
Varicella-zoster-Impfung -> Herpes zoster
Schluckimpfung Polio (OPV) - Poliomyelitis, akute schlaffe Myelitis
IPV -> Akute schlaffe Myelitis, Krebs durch SV40
Avatar #90061
marchand
am Samstag, 27. April 2019, 10:19

Gut informierte Bürger lachen Impfgegner aus

Gut informierte Bürger lassen sich von Verschwörungstheoretikern keine unhaltbaren Unwahrheiten unterjubeln. "Häufig schwere Nebenwirkungen" und das "Auslösen der Krankheiten, gegen die sie schützen sollen" sind solcher Unsinn, der den Blick auf die wahren Gegebenheiten nicht standhält.

Und @Mitdenker:
"Man muß schon einen Tick größer epidemiologisch denken,"
Ja, ein wunderbares Beispiel ist die Poliomyelitis - kurz nach Einführung der Impfung endeten die Epidemien.
"im Bett mit der Big Pharma liegen"
Big Pharma macht Gewinn mit Impfstoffen, aber im Vergleich zu Medikamenten ist der Anteil gering, der Markt ist klein, und auch die Gewinnspanne ist im Schnitt geringer. Eine Behandlung von Krankheiten ist außerdem vielfach erlösreicher als die Impfung dagegen. Die Impfstoffentwicklung begann historisch in den Universitäten, nicht in der pharmazeutischen Industrie.
Nehmen wir das Beispiel Ärzte ohne Grenzen. Diese Organisation ist eindeutig nicht im Bett mit Big Pharma, ihre Access Campaign für erschwingliche Medikamente und damit mehr oder minder gegen Big Pharma dürfte Beweis genug sein. Impfungen sind ( zu recht!) wesentlicher Bestandteil ihrer Bemühungen gegen. Die Impfstoffe in die entsprechenden Regionen zu bringen ist eine logistische Herausforderung, die sie nur annehmen, weil eben Impfungen effizient und vergleichbar sicher sind.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Freitag, 26. April 2019, 17:18

Gut informierte Bürger sind impfkritisch

Die EU-Bürger, die meinen, dass Impfungen häufig schwere Nebenwirkungen haben und dass sie die Krankheiten auslösen können, gegen die sie schützen sollen, sind impfkritisch, weil gut informiert.
Avatar #759489
MITDENKER
am Freitag, 26. April 2019, 15:42

Da bin ich mal gespannt, ob die EU-Kommission...

...mal wirklich einiges klarstellt. Nehmen wir den Aspekt: DURCH VIEL IMPFEN WENIGER MASERN - ABER DAFÜR EVENTUELL MEHR ANDERE KRANKHEITEN UND VERMEHRTE IMPF-NEBENWIRKUNGEN. Da gibt es einige Studien die aufzeigen, dass durchgemachte Wildmasern einen deutlichen Krebschutz hat und veränderte Masernviren werden in der Krebstherapie eingesetzt. Und nicht nur bez. Krebs gibt es Erkenntnisse - man bedenke was einige Ärzte sagen:

https://www.epochtimes.de/gesundheit/medizin/impfdebatte-in-deutschland-politik-und-aerzteschaft-sklaven-der-pharmaindustrie-a2839323.html#

Auszug daraus:
"Die renommierte medizinische Zeitschrift „Atherosclerosis Journal“ berichtete 2015, dass Männer, die als Kinder Masern und Mumps hatten, 29% weniger Herzinfarkte erlitten und 17% weniger Schlaganfälle. Frauen, die ebenfalls in der Kindheit beide Infektionen erlebten, hatten ein 17% geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein 21% geringeres Risiko für Schlaganfall.

Das berichtet auch Dr. Wolfson und erklärt gleichzeitig, warum diese Erkenntnisse so wenig bekannt sind: „Nach meinen Berechnungen verhindern die natürlichen Infektionen mit Masern und Mumps Millionen Herzinfarkte und Schlaganfälle. Warum werden diese Informationen nicht über das gesamte Fernsehen und Internet verbreitet? Ich werde Ihnen sagen, warum. Da die Mainstream-Medien im Bett mit der Big Pharma liegen, die ihre Rechnungen bezahlt. Die Politiker sind Sklaven der Firmenchefs.“

Fazit: Man muß schon einen Tick größer epidemiologisch denken, anstatt immer nur linear zu denken. Das hatten wir doch eigentlich schon in den 70er-Jahren von Frederic Vester gelernt.
Somit wird es spannend, was die EU-KOMMISSION da als "Wahrheit" verkaufen, sorry, vertreten will. Es wird wirklich Zeit, dass solche Aspekt mal in die Diskussion mit aufgenommen werden. Und bekannter werden.
Avatar #759489
MITDENKER
am Freitag, 26. April 2019, 15:32

Da bin ich mal gespannt, ob die EU-Kommission...

...mal wirklich einiges klarstellt. Nehmen wir den Aspekt: DURCH VIEL IMPFEN WENIGER MASERN - ABER DAFÜR EVENTUELL MEHR ANDERE KRANKHEITEN UND VERMEHRTE IMPF-NEBENWIRKUNGEN. Da gibt es einige Studien die aufzeigen, dass durchgemachte Wildmasern einen deutlichen Krebschutz hat und veränderte Masernviren werden in der Krebstherapie eingesetzt. Und nicht nur bez. Krebs gibt es Erkenntnisse - man bedenke was einige Ärzte sagen:

https://www.epochtimes.de/gesundheit/medizin/impfdebatte-in-deutschland-politik-und-aerzteschaft-sklaven-der-pharmaindustrie-a2839323.html#

Auszug daraus:
"Die renommierte medizinische Zeitschrift „Atherosclerosis Journal“ berichtete 2015, dass Männer, die als Kinder Masern und Mumps hatten, 29% weniger Herzinfarkte erlitten und 17% weniger Schlaganfälle. Frauen, die ebenfalls in der Kindheit beide Infektionen erlebten, hatten ein 17% geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein 21% geringeres Risiko für Schlaganfall.

Das berichtet auch Dr. Wolfson und erklärt gleichzeitig, warum diese Erkenntnisse so wenig bekannt sind: „Nach meinen Berechnungen verhindern die natürlichen Infektionen mit Masern und Mumps Millionen Herzinfarkte und Schlaganfälle. Warum werden diese Informationen nicht über das gesamte Fernsehen und Internet verbreitet? Ich werde Ihnen sagen, warum. Da die Mainstream-Medien im Bett mit der Big Pharma liegen, die ihre Rechnungen bezahlt. Die Politiker sind Sklaven der Firmenchefs.“

Fazit: Man muß schon einen Tick größer epidemiologisch denken, anstatt immer nur linear zu denken. Das hatten wir doch eigentlich schon in den 70er-Jahren von Frederic Vester gelernt.
Somit wird es spannend, was die EU-KOMMISSION da als "Wahrheit" verkaufen, sorry, vertreten will. Es wird wirklich Zeit, dass solche Aspekt mal in die Diskussion mit aufgenommen werden. Und bekannter werden.
LNS

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