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Medizinstudium: Lehrkonzept soll für ländliche Regionen begeistern

Dienstag, 30. April 2019

/dpa

Halle/Leipzig – Wissenschaftler der Universität Leipzig erarbeiten zusammen mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Halle (Saale) ein neues Lehrkon­zept, um mehr Medizinstudierende zu einer Tätigkeit in ländlichen Regionen zu motivie­ren. Das Projekt mit dem Titel „Mitteldeutsches Konzept zur longitudinalen Integration land­ärztlicher Ausbildungsinhalte und Erfahrungen in das Medizinstudium“, wird vom Bundes­ge­sundheitsministerium (BMG) gefördert, in der aktuellen Konzeptionsphase mit rund 228.000 Euro.

„Wir haben mit unserer Klasse Allgemeinmedizin und einer seit Jahren schon stärkeren Verankerung allgemeinmedizinischer Inhalte im Studium bereits gute Instrumente für das Fach entwickelt“, erläuterte Thomas Frese, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nun gehe es gezielt darum, die Attraktivität ländlicher Regionen für die Berufsausübung zu erhöhen. „Mehr Hausärzte heißt ja nicht direkt mehr Landärzte“, sagte Frese.

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„Erfolgversprechend erscheinen am ehesten einander ergänzende Maßnahmen, welche von Erfahrungen im Studium bis hin zu den Rahmenbedingungen der fachärztlichen Tä­tig­keit auf ganz unterschiedlichen Ebenen ansetzen“, sagte Steffi Riedel-Heller, kommis­sarische Leiterin der Selbstständigen Abteilung für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Studien aus anderen Ländern zeigten, dass die Gestal­tung des Medizinstudiums und dabei besonders ländliche Praktika einen Einfluss auf die Bereitschaft der Absolventen zur landärztlichen Tätigkeit hätten.

Wie genau ein attraktives landärztliches Curriculum in Deutschland aussehen könnte, ist jetzt Gegenstand der einjährigen Konzeptionsphase von MiLaMed. Dabei möchte das Pro­jektteam auch neue ambulante Versorgungskonzepte, beispielsweise die Delegation ärzt­licher Leistungen, Telemedizin und E-Health, die Zusammenarbeit zwischen ambulantem und klinischem Sektor sowie zwischen verschiedenen Fachärzten und Gesundheitsbe­ru­fen thematisieren.

„Aktuell befragen wir in den Modellregionen Mediziner verschiedener Fachrichtungen. Gleiches ist auch mit unseren Studierenden geplant, um deren Bedürfnisse und Ideen zu erfassen“, so Frese. Anfang 2020 wird das neue MiLaMed-Lehrkonzept vom BMG begut­achtet und gegebenenfalls in einer anschließenden zweijährigen Pilotphase getestet. © hil/aerzteblatt.de

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Morrighan
am Dienstag, 30. April 2019, 22:04

Ohne Moos nichts los

Kaum ein junger Mensch wird weit aufs Land hinaus ziehen, um dann mehr oder weniger 24h / 7 Tage die Woche zu arbeiten. So lange da nicht Häuser und moderne Praxen für die Landärzte hingestellt werden wird auch kaum einer aufs Land ziehen wollen. Also entweder Haus und gute Praxis oder eben keine Ärzte. Ganz einfach.
LNS

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