NewsPolitikFahrtzeiten zum Krankenhaus in Mecklen­burg-Vorpommern am längsten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Fahrtzeiten zum Krankenhaus in Mecklen­burg-Vorpommern am längsten

Montag, 29. April 2019

/upixa, stockadobecom

Wiesbaden – Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern müssen längere Fahrtzeiten in Krankenhäuser in Kauf nehmen als im bundesweiten Durchschnitt. Nur gut die Hälfte (53,48 Prozent) der Bürger können dort per Auto binnen 15 Minuten eine Klinik mit Ba­sisversorgung erreichen. Das geht aus dem bundesweiten Krankenhausatlas der Statisti­schen Ämter hervor, der heute vorgestellt wurde.

Als Basisversorger gilt ein Krankenhaus der Definition zufolge, wenn es mindestens über eine Fachabteilung für Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie und Ortho­pädie verfügt.

Anzeige

Mecklenburg-Vorpommern erreicht den Zahlen nach bundesweit den niedrigsten Wert bezogen auf Menschen in ländli­chen Regionen. Im Bundesdurchschnitt gelangen in die­sen Gegenden zwei Drittel der Menschen in einer Viertelstunde ins Kran­kenhaus.

Besonders lange Fahrtzeiten müssen Bewohner des nördlichen Rügens, dem Süden Use­doms, des Darßes sowie der Region südlich der Müritz in Kauf nehmen. Besonders dünn ist die Versorgungslage bei psychiatrischen Abteilungen und Einrichtungen für Frauen­heilkunde und Geburtshilfe. Aus einigen Regionen müssten Fahrtzeiten von mehr als einer Stunde eingeplant werden.

Bürger in den ländlichen Regionen Bayerns können der Statistik zufolge hingegen schneller ein Krankenhaus erreichen als Menschen auf dem Land in anderen Bundeslän­dern. Fast 73 Prozent der auf dem Land lebenden Bayern erreichen das nächstgelegene Krankenhaus mit Basisversorgung innerhalb einer Viertelstunde.

In den bayerischen Städten können knapp 86 Prozent der Menschen innerhalb von 15 Minu­ten in das nächste Krankenhaus mit Basisversorgung fahren. Hier liegt der Freistaat aber leicht unter dem bundesweiten Schnitt von 88 Prozent.

Das interaktive Kartenangebot ist den Angaben zufolge ein gemeinsames Onlineange­bot der Statistischen Ämter aus Bund und Ländern und zeige erstmals die Erreichbarkeit des nächsten Krankenhauses von allen möglichen Standorten in Deutschland. Dabei könne auch nach speziellen medizinischen Leistungen gefiltert werden. Die Fahrtzeitan­gaben bezögen sich immer auf die Fahrt mit dem Auto bei ungestörter Verkehrslage.

Basis der Informationen für den Krankenhausatlas sind Ergebnisse der Daten von Kran­kenhäusern, die im Rahmen einer Krankenhausstatistik im Jahr 2016 Leistungen abge­rechnet haben. Diese Informationen seien um eigene Recherchen der statistischen Ämter angereichert worden. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. Januar 2020
Kiel – Die kommunalen Krankenhäuser in Kiel und Neumünster sprechen über eine mögliche Kooperation. Beide Städte seien in ersten Gesprächen, sagte der Kieler Sozial-Stadtrat Gerwin Stöcken (SPD)
Krankenhäuser in Schleswig-Holstein beraten über Kooperation
23. Januar 2020
Kabul – In dem vom Krieg zerrütteten Afghanistan sind im vergangenen Jahr 162 Gesundheitszentren geschlossen worden. Die medizinische Versorgung von rund einer Million Menschen sei dadurch
Dutzende Kliniken mussten 2019 in Afghanistan schließen
14. Januar 2020
Berlin – Das Krankenhausessen in Deutschland hat einer neuen Untersuchung zufolge nicht zu Unrecht einen schlechten Ruf. Unter anderem liege dies daran, dass am Essen besonders gespart werde, so die
Mängel beim Essen in Krankenhäusern
8. Januar 2020
Magdeburg – Im festgefahrenen Streit um Tarifverträge für die Beschäftigten der Ameos-Kliniken zeichnet sich zumindest für die drei Standorte im Salzlandkreis Bewegung ab. Auf Initiative von Landrat
Tarifstreit bei Ameos-Kliniken
7. Januar 2020
Mainz – Acht Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz können nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums von einer Landesverordnung profitieren, mit der das Netz von Finanzhilfen für kleinere Kliniken enger
Sicherstellungszuschläge für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz geregelt
23. Dezember 2019
Passau – Die Landeschefin der Krankenkasse Barmer, Claudia Wöhler, fordert eine Qualitätsdebatte über die Gesundheitsversorgung in Bayern. „Bei den Auswertungen, die wir zu den Qualitätsindikatoren
Barmer-Chefin kritisiert Qualität der bayerischen Krankenversorgung
19. Dezember 2019
Berlin – Krankenhäuser dürfen zukünftig bei der Entlassung von Patienten Krankenbeförderungsleistungen verordnen. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) passte heute die Krankentransport-Richtlinie an
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER