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Fresenius startet stark ins Jahr

Donnerstag, 2. Mai 2019

/dpa

Bad Homburg – Nach einem turbulenten Jahr 2018 kommt der Gesundheitskonzern Fre­senius wieder in Gang. Im ersten Quartal dieses Jahres erzielten die Bad Homburger un­er­wartet starke Zahlen. Während sich das Geschäft mit Infusionen und Nachahmerpräpa­raten weiter als Gewinnbringer erweist, konnte sich die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) über ein erstarktes Nordamerikageschäft freuen. Doch beim Gewinn hakt es noch – gera­de bei der Kliniktochter Helios.

Von Januar bis März kletterte der Umsatz insgesamt um acht Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen heute mitteilte. Das operative Ergebnis stieg – ohne Wechselkurseffekte gerechnet – um zwei Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Mit den Zahlen übertraf Fresenius die Erwartungen von Analysten. „Der Start ins Jahr 2019 ist uns gut gelungen“, erklärte Chef Stephan Sturm. Auch unter dem Strich konnte sich Fresenius um drei Prozent auf 453 Millionen Euro Gewinn verbessern, kam währungsbereinigt aber nicht von der Stelle.

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Der erfolgsverwöhnte Gesundheitskonzern hatte vergangenes Jahr mehrfach seine Ge­schäftsprognosen korrigiert und auch die mittelfristigen Ziele gekappt. Die geplante Milliardenübernahme des US-Konzerns Akorn erwies sich zudem als Fehlschlag, der erst vor Gericht abgewendet werden konnte.

Nach einer Serie von Rekordjahren hatte Sturm 2019 daher zum Übergangsjahr erklärt. Mit Investitionen von 2,5 Milliarden Euro will er etwa Kliniken in Lateinamerika kaufen, bei Nierenpatienten in China wachsen und hierzulande Pfleger im großen Stil einstellen.

Damit soll es auch bei Helios wieder aufwärts gehen. Deutschlands größter Krankenhaus­betreiber leidet darunter, dass weniger Patienten stationär versorgt und ambulant behan­delt werden. Wesentlicher Gewinnbringer blieb im ersten Quartal erneut der 2017 ge­kauf­te spanische Klinikbetreiber Quironsalud. Im deutschen Krankenhausgeschäft stabi­lisiere sich die Lage, betonte Fresenius. Im Auftaktquartal sank der gesamte Helios-Ge­winn noch um knapp neun Prozent, immerhin weniger stark als im Schlussquartal 2018.

Die Dialyse-Tochter FMC, die jüngst weniger Geschäfte mit privat versicherten Patienten zu spüren bekam, konnte den Umsatz dank starker US-Geschäfte um vier Prozent auf 4,13 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn sank aber um drei Prozent auf 271 Millionen Euro. FMC baut mit der Übernahme der US-Firma NxStage das Geschäft mit Heimdialyse aus, das Nierenpatienten eine komfortablere Behandlung ermöglicht.

Für das Gesamtjahr hält Fresenius an seiner Prognose fest und geht von einem wäh­rungs­bereinigten Umsatzwachstum von drei bis sechs Prozent aus. Der bereinigte Kon­zern­gewinn soll stagnieren. FMC bekräftigte ebenfalls die Erwartungen. © dpa/aerzteblatt.de

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