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Bürger gespalten bei Gebühren für die Notaufnahme

Donnerstag, 2. Mai 2019

/dpa

Berlin – Sollten Patienten eine Extragebühr bezahlen müssen, wenn sie in Notaufnah­men von Krankenhäusern gehen? Die Bundesbürger sind einer Umfrage zufolge in dieser Frage gespalten. Für eine Gebühr sprachen sich 50 Prozent aus – und dagegen 48 Prozent, wie die Erhebung im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergab. Die restlichen antwor­te­ten mit „Weiß nicht“. Befragt wurden im Januar vom Institut Forsa 1.003 Menschen im Alter von 18 bis 70 Jahren.

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„Medizinische Versorgung darf keine Frage des Geldbeutels sein“, kommentierte KKH-Chef Wolfgang Matz die Ergebnisse. Statt einzelne Patienten womöglich zusätzlich zur Kasse zu bitten, komme es auf eine bessere Steuerung an, damit Betroffene gar nicht erst dazu ver­lei­tet werden, wegen Bagatellerkrankungen in Notfallambulanzen zu gehen.

Um überlastete Rettungsstellen in vielen Kliniken zu entlasten, soll die Notfallversorgung außerhalb der normalen Praxisöffnungszeiten grundlegend umgebaut werden. Ziel ist eine stärkere Steuerung der Patienten je nach Dringlichkeit des Anliegens über neue gebündelte Telefonleitstellen und zentrale Anlaufstellen in Krankenhäusern – beide sollen jeweils über die Behandlungswege entscheiden. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Sonntag, 5. Mai 2019, 08:56

Besser Wechsel des Abrechnungssystems

Aus meiner Sicht wäre schon viel erreicht, wenn Besucher der Notaufnahme eine Rechnung bekommen, die sie von ihrer Kasse erstattet bekommen.

Patientensteuerung muss irgendwo weh tun, sonst wirkt sie nicht. Andererseits sollte eine Grundversorgung auch für sozial Schwache gesichert sein. Bei einem Erstattungssystem sieht erstens jeder, welchen Aufwand sein Besuch in der Notaufnahme verursacht hat und hat zweitens den bürokratischen Aufwand mit der Bezahlung und Erstattung. Außerdem kann die Kasse bei der Erstattung steuern, ob sie 100% erstattet oder weniger, je nachdem ob der Besuch in der Notaufnahme gerechtfertigt ist oder nicht.

Die Patientensteuerung aus fachlicher Sicht ist sicher Aufgabe des Arztes, die Patientensteuerung aus ökonomischer Sicht ist aber Kernaufgabe der Kassen. Mit einem derartigen Erstattungssystem würden die Kassen endlich gezwungen, sich ihrer Verantwortung bei der Patientensteuerung zu stellen.
Avatar #550935
Arco
am Samstag, 4. Mai 2019, 14:40

Hauptsache umsonst.

Medizin muss für Kassen und linkslastige Zeitgenossen immer kostenlos sein. Dass darunter die Qualität, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten leiden und eine erhebliche Verschwendung von Ressourcen entsteht, ist den Kassen, Politikern und ihren Wählern gleichgültig.
Ein armes Schw...., wer in diesem System arbeiten muß.
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