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Politik

IV-Vertrag zur Versorgung bei chronischen Wunden

Donnerstag, 2. Mai 2019

/dpa

Hamburg – Einen Vertrag „Innovative Wundversorgung – gut vernetzt, besser verheilt“ hat die DAK-Gesundheit vorgestellt. Im Rahmen dieser neuen Versorgungsmöglichkeit werden die Akteure vernetzt und die Behandlungen durch weitere Wundexpertise er­gänzt. Es handelt sich um einen Vertrag der besonderen Versorgung nach Paragraf 140a des fünften Sozialgesetzbuches. Die DAK-Gesundheit setzt ihn gemeinsam mit einem Kooperationspartner um, der IVPNetworks GmbH.

„Chronische Wunden sind für Betroffene nicht nur eine große körperliche Belastung, son­dern oft auch ein Stigma. Die Bedürfnisse der Patienten müssen deshalb für uns im Mit­tel­punkt unserer Leistungen stehen“, sagte Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstandes der DAK-Gesundheit.

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Kernstück des Vertrages ist eine speziell entwickelte Wundplattform zur Vernetzung aller Beteiligten. Auf der Plattform tauschen sich die Betroffenen mit Ärzten, Pflegediensten, Spezialisten und Lieferanten tagesaktuell aus. Das geschieht beispielsweise durch das Hochladen von Fotos oder der Eingabe gesundheitlicher Informationen über den Wund­status.

Die Steuerung der Versorgung liegt dabei in den Händen des Arztes. Er nutzt die digitale, webbasierte Wundplattform, um den Patienten einzuschreiben, eine Fallakte zu erstellen und den Medizinproduktehersteller auszuwählen. Dieser wird automatisch informiert und stellt einen Wundfachberater, der Zugang zu allen notwendigen Patienten­informationen in der Wundplattform erhält.

Im Rahmen eines mindestens monatlichen Hausbesuchs dokumentiert der Wundfachbe­rater die Wundentwicklung in der Plattform und gibt  Empfehlungen für den weiteren Therapieverlauf. Darüber hinaus ist er nach Maßgabe des Arztes Berater für Patienten und Angehörige und arbeitet eng mit dem Pflegedienst zusammen.

Der zweite Mehrwert des Vertrages ist laut der DAK eine Verbandsstoff­pauschale, die den speziellen Bedürfnissen des einzelnen Betroffenen gerecht werde: Die Ärzte könnten so ohne Budgetgrenzen Verbandsstoffe aller Hersteller verordnen.

Am dem Versorgungsangebot teilnehmen können alle Versicherten der DAK-Gesundheit, die an Ulcus cruris bei vorliegenden Gefäßerkrankungen am Bein leiden, an Dekubitus oder an Wunden, die durch das diabetische Fuß-Syndrom hervorgerufen wurden. © hil/aerzteblatt.de

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