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Politik

Betreuung durch Angehörige: Wer pflegt wen in Deutschland

Donnerstag, 2. Mai 2019

/ACP prod, stockadobecom

Berlin – Fast ein Viertel der Personen ab 17 Jahren in Deutschland kennt mindestens ei­ne Person, die Hilfe oder Pflege benötigt. Neun Prozent der Personen ab 17 Jahren leisten tatsächlich diese benötigte Unterstützung. Besonders die 55- bis 64-Jährigen erbringen Pflegeleistungen: Unter ihnen sind es 13 Prozent.

Das geht aus einer neuen Untersuchung von Ulrike Ehrlich und Nadiya Kelle am Deut­schen Zentrum für Altersfragen (DZA) hervor. Sie haben mittels eines von ihnen ent­wi­ckel­ten Fragenmoduls Daten des Soziooekonomischen Panels ausgewertet. Die Daten be­ziehen sich auf das Jahr 2016 und sind laut den Forschern repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 17 Jahren.

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Auf dieser Grundlage vermittelt sich ein genaueres Bild der privat Pflegenden: Danach ist es in den verschiedenen Altersgruppen sehr unterschiedlich, wer gepflegt wird. Im jünge­ren und mittleren Erwachsenenalter sind es vor allem die Eltern oder Schwiegereltern, die unterstützt werden. Ab 65 Jahren ist es dagegen häufiger der Partner, um die sich die privat Pflegenden kümmern.

Durch die Personengruppe, die gepflegt oder unterstützt wird, macht sich laut der Studie meist auch fest, an welchem Ort diese Unterstützung erfolgt. Die 17- bis 64-Jährigen hel­fen oder pflegen am häufigsten eine Person, die in einem anderen Haushalt lebt. Dage­gen helfen oder pflegen Personen im höheren Alter in beinahe der Hälfte der Fälle ein Haushaltsmitglied. Der Zeitaufwand für Hilfe und Pflege ist am höchsten in der ältesten Altersgruppe 65 plus, dicht gefolgt von der Altersgruppe 40 bis 54 Jahre.

„Die Analysen unterstreichen, dass auch Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, weiterhin auf Unterstützung aus ihrem privaten Umfeld angewiesen sind“, unterstreichen die Wissenschaftler. Zudem übernähmen die privat Pflegenden Hilfeleistungen nicht un­bedingt nur im engeren Familienkreis, sondern in vielen Fällen auch für andere ver­wandte und nichtverwandte Personen. © hil/aerzteblatt.de

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