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Apotheker warnen vor Arzneimittel­verzicht im Ramadan

Montag, 6. Mai 2019

/Viacheslav Iakobchuk, stockadobecom

Berlin – Deutschlands Apotheker warnen vor einem unbedachten Verzicht auf Medika­mente im muslimischen Fastenmonat Ramadan. „Wer dauerhaft zu bestimmten Tages­zeiten Medikamente einnehmen muss, sollte mit seinem Arzt oder Apotheker eine in­dividuelle Lösung finden“, sagte der Vizepräsident der Bundesapothekerkammer, Thomas Benkert, in Berlin.

So sei es bei einigen Krankheiten etwa möglich, Medikamente ausnahmsweise nachts einzunehmen oder auf einen Wirkstoff auszuweichen, der seltener eingenommen werden müsse. Der diesjährige Ramadan beginnt heute.

Kranke Muslime müssen nach den Vorschriften des Korans nicht fasten. Viele möchten dies aber trotzdem tun, erklärten die Apothekerverbände weiter. Vor allem Diabetiker soll­ten sich dabei jedoch beraten lassen. Sie müssten ihre Medikamenteneinnahme auf die geänderten Zeiten der Nahrungsaufnahme abstimmen.

In Notfallsituationen erlaube der Koran zudem, das Fasten zu unterbrechen. Diabetiker sollten daher immer Traubenzucker bei sich haben, um Unterzuckerungen beheben zu können.

Während des Fastenmonats ist Muslimen zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang das Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr unter­sagt. Ausgeschlossen von der Fastenpflicht sind nur Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Kinder, Kranke und Alte. © kna/aerzteblatt.de

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