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Ausland

Welternährungs­programm stoppt Verteilung von Getreide wegen Todesfällen

Freitag, 3. Mai 2019

/dpa

Rom – Nach mehreren Todesfällen in Ostafrika hat das UN-Welternährungsprogramm (WFP) die Verteilung einer bestimmten Getreidemischung gestoppt. In einer nordöstli­chen Region in Uganda seien im März und April drei Menschen gestorben und fast 300 ärztlich behandelt worden, nachdem sie das Produkt namens „Super Cereal“ gegessen hätten, teilte das WFP heute in Rom mit.

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Das Produkt aus gemahlenem Mais oder Weizen wird mit Sojabohnen und Nährstoffen versetzt. Es werde vor allem Frauen und Kindern gegeben, um Unterernährung zu verhin­dern, hieß es in der Mitteilung.

Bisher seien mehr als 2.400 Labortests gemacht worden. Jedoch sei weiter unklar, ob und wie das Nahrungsmittel mit den Krankheits- und Todesfällen zusammenhänge. Das Pro­dukt sei unter anderem auf Schimmelpilze, Pestizide oder Schwermetalle untersucht worden.

Die Verteilung sei in 25 Ländern gestoppt worden. Es handle sich um einen „noch nie dagewesenen“ Vorfall, erklärte die Hilfsorganisation. „Super Cereal“ sei „ein entschei­dender Teil der Anstrengungen des WFP, Unterernährung zu verhindern und Leben zu retten“. © dpa/aerzteblatt.de

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